Zeitzeug*innengespräche

Lesungen mit Margot Friedländer

Die Schwarzkopf-Stiftung organisiert regelmäßig Lesungen der Zeitzeugin Margot Friedländer an Berliner und Brandenburger Schulen.

Margot Friedländer wurde 1921 in Berlin als Tochter jüdischer Eltern geboren und erlebte Verfolgung und Krieg im Berliner Untergrund sowie im Konzentrationslager Theresienstadt. Ihre Familie kam in Auschwitz ums Leben. Sie überlebte und emigrierte 1946 in die USA. Die Erfahrungen, die sie als junge Frau im Nationalsozialismus machte, veröffentlichte sie im Jahr 2008 in ihrer Autobiographie „Versuche Dein Leben zu machen- als Jüdin versteckt in Berlin“.*

Über sechzig Jahre später kehrt sie nach Deutschland zurück und stellt ihr Werk in Berliner und Brandenburger Schulklassen vor. Im Anschluss an eine etwa einstündige Lesung, erhalten die SchülerInnen der Sekundarstufe I und II die Möglichkeit Frau Friedländer Fragen zu stellen.

Für Termin- und Rückfragen wenden Sie sich bitte an Flora Bolm

*Literatur: Margot Friedländer mit Malin Schwerdtfeger: „Versuche, dein Leben zu machen.“ Als Jüdin versteckt in Berlin. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2008. ISBN-10 3871345873 / ISBN-13 9783871345876

Zusammenarbeit mit Inge Deutschkron

Inge Deutschkron wurde 1922 in Finsterwalde geboren und wuchs in Berlin auf. Die Familie wurde von 1933 an wegen ihrer politischen Gesinnung und ihrer jüdischen Abstammung verfolgt. Dem Vater gelang noch vor 1939 die Flucht nach England. Inge blieb mit ihrer Mutter zurück in Berlin und erfuhr immer grausamer werdende Verfolgung. Menschen wie der Kleinfabrikant Otto Weidt und nichtjüdische Freunde nahmen das Risiko auf sich, der verfolgten Jüdin Hilfe und ein Versteck anzubieten. Bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 waren Mutter und Tochter fast ständig auf der Flucht.

Nach dem Krieg studierte Inge Deutschkron in London und arbeitete anschließend als freie Journalistin in Bonn und Tel Aviv. 1988 kam sie zur Vorbereitung des Theaterstücks zu ihrem Leben „Ab heute heißt Du Sara“ nach Berlin, wo sie seit 2001 wieder lebt und in Lesungen und Vorträgen, insbesondere Schüler, über ihre Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus informiert.

Auf der Webseite der Inge Deutschkron Stiftung finden Sie weitere Informationen.

Literatur: Inge Deutschkron: „Ich trug den gelben Stern“. Verlag Wissenschaft und Politik. Berend von Nottbeck, Köln 1978. ISBN-10: 3423300000. ISBN-13: 978-3423300001.

Schüler fragen Zeitzeugen

Zeitzeugen und ihre Berichte spielen eine wichtige Rolle bei der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in der Schule. Durch den Dialog zwischen Zeitzeugen und Schülern wird Geschichte lebendig gehalten und persönlich erfahrbar. Die Zeitzeugenarbeit stößt jedoch mit dem Aussterben der letzten Generation, die das NS-Regime noch direkt miterlebt hat, an ihre natürlichen Grenzen. Mit „Schüler fragen Zeitzeugen“ bieten wir Schülern eine Plattform für Fragen an Zeitzeugen. Es ist ein Projekt von Schülern für Schüler. Wir unterstützen und begleiten kleine Schülergruppen bei der Vorbereitung sowie Durchführung des Gesprächs und stellen ihre Fragen und Antworten in Kurzvideos online zur Verfügung.

Hier geht es zum  Video-Portal von Schüler fragen Zeitzeugen

Weitere Gespräche mit europäischen Zeitzeugen

In Kooperation mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und anderen Partnern bietet die Schwarzkopf-Stiftung Berliner Schülen mehrmals im Jahr die Möglichkeit, mit Zeitzeugen aus ganz Europa ins Gespräch zu kommen. Aktuell geplante Zeitzeugengespräche sind unter Kommende Veranstaltungen aufgeführt.