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Junge*r Europäer*in des Jahres

Kennen Sie einen jungen Menschen zwischen 18 und 26 Jahren, der sich in herausragender Weise für die Verständigung zwischen den Völkern und die Integration Europas engagiert hat? Mit dem Preis “Junge*r Europäer*in des Jahres” werden junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren aus Europa geehrt, die sich in ehrenamtlichem Engagement diesen Zielen widmen und dabei Vorbildliches geleistet haben.

Der Preis ist dotiert mit € 5.000. Dieser Betrag soll ein halbjähriges Praktikums bei einem*r Abgeordneten des Europäischen Parlaments oder einer anderen Europäischen Institution ermöglichen. Denkbar ist auch die Finanzierung eines Projektes, das der Europäischen Integration dient.

Die Ausschreibung 2017 finden Sie hier, das Nominierungsformular können Sie hier herunterladen.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

  • Foto EL2016 – Adrian Balutel
    Adrian Balutel, geboren 1992 in Moldawien, hat in 2013 sein Medium Professional Degree in Scienes of Commodities erhalten und am 01.09.2013 sein Studium an der Academy of Economical Studies of Moldova begonnen, um einen Bachelor in International Economic Relations zu erwerben. Bereits im Alter von 18 Jahren begann er ein Volontariat bei den Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) Moldawien. Adrian Balutel war von 2013 bis 2015 Geschäftsführer der JEF Moldawa, gleichzeitig war er Vizepräsident des Nationalen Jugendbeirats von Moldawien und ist zurzeit Geschäftsführer der Nationalen Plattform des Östlichen Zivilgesellschaftlichen Forums und Generalsekretär der Youth Business Association. Ein weiteres wichtiges Anliegen für Adrian Balutel ist, den Dialog zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und ihren östlichen Nachbarn nicht abbrechen zu lassen, ganz besonders in schwierigen Zeiten. Er betont die Notwendigkeit, die Mobilität der Jugendlichen in den östlichen Nachbarstaaten zu fördern.
  • Foto EL2015 – Eugenia Lopata
    Eugenia Lopata, geboren 1994, war schon in der Schulzeit politisch und sozial engagiert in ihrer Heimatstadt Czernowitz. Früh entdeckte sie die Kraft der Kultur als Mittel der Verständigung unter den Menschen. Mit 18 Jahren wurde sie ehrenamtliche Leiterin des Internationalen Lyrikfestivals Meridian Czernowitz und pflegt seitdem den Dialog zwischen den Kulturschaffenden und Künstlern Europas mit der Ukraine. Sie ist die jüngste Kulturmanagerin in der Ukraine. Zu ihren größten Kulturprojekten zählt die Lyriktournee Meridian Czernowitz 2014 Österreich-Ukraine-Polen-Deutschland. Das Projekt war gedacht als eine poetisch-künstlerische Brücke für den kulturellen Austausch über Werte und Kultur sowohl im Westen, als auch im Osten der Ukraine, wo zu dieser Zeit schon Krieg geführt wurde. Eugenia wollte, dass die europäischen Autoren die Wahrheit über ihr Land, die Ukraine, erfahren und dem ukrainischen Volk auch ihre Gedanken dazu vermitteln, in öffentlichen Diskussionen und Dialogen mit dem ukrainischen Publikum. Kultur und Kunst sind starke Waffen, mit denen sich Ukrainer und Europäer im Kampf gegen externe Aggressoren zusammenschließen könnten, sagt Eugenia Lopata.
  • Luis Alvarado Martinez2014 – Luis Alvarado Martinez
    Luis Alvarado Martinez, geboren 1989 in Las Palmas de Gran Canaria (Spanien), hat sein Studium in Übersetzung und Dolmetschen für Spanisch, Englisch, Französisch und Italienisch abgeschlossen. Auf der Suche nach sinnstiftenden Aufgaben neben dem Studium engagierte Luis sich in verschiedenen Organisationen und Plattformen der Zivilgesellschaft. Das AEGEE Students` Forum beeindruckte ihn besonders und verband ihn mit Europa. Er verstand, wie sehr Europa jedes einzelne Detail seines Lebens beeinflusst und begann, sich einzumischen. Nach mehreren Positionen in der AEGEE wurde Luis ihr ehrenamtlicher Präsident und ging nach Brüssel. Dort engagierte er sich mit dem Ziel aktiv, junge Menschen zu motivieren, sich für demokratische Prozesse zu engagieren.
  • Lukas David Meyer2013 – Lukas David Meyer
    Lukas David Meyer, geboren 1989 in Göttingen, begann im April 2010 sein Studium der Evangelischen Theologie an der Universität Göttingen. Sein soziales Engagement für Europa begann bereits im Jahr 2008 mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr im Büro Sarajevo der Organisation Schüler Helfen Leben. Den Preis „Junger Europäer des Jahres 2013“ erhielt er für sein Engagement für einen Sozialen Tag in ganz Europa. Derzeit gibt es in neun europäischen Ländern ähnliche Modelle, an denen jährlich insgesamt 300.000 Jugendliche teilnehmen.
    Lukas David Meyer – Preisrede 2013
  • Robin May2012 – Robin May
    Robin May wurde 1988 in Lutherstadt Wittenberg geboren. Schon als Schüler hat er sich für die Schärfung des politischen Bewusstseins seiner Mitschüler eingesetzt. Später hat er sein Engagement für Jugendbeteiligung in europäischen Dimensionen fortgesetzt.
  • Stefan Ivanovic2011 – Stefan Ivanovic
    Stefan Ivanovic, geboren 1988 in Bosnien-Herzegowina, wurde in seiner Kindheit besonders vom Krieg und dem Zusammenbruch der Gesellschaft in seiner Heimat geprägt. Aufgewachsen in einer dysfunktionalen Gesellschaft erkennt Stefan früh die Rolle der Europäische Union als Modell für eine friedliche Weltordnung, als politische Ordnung jenseits der Nationalismen, gestützt auf die zentralen Werte der Demokratie. In einem oft unfreundlichen und ablehnenden Umfeld engagiert er sich für diese Werte. Deshalb zeichnete die Schwarzkopf-Stiftung ihn mit dem Preis „Junger Europäer des Jahres 2011“ aus, um ihn auf seinem weiteren Weg zur Realisierung europäischer Ziele zu unterstützen.
    Laudatio auf Stefan Ivanovic
  • Maria Tandeck2010 – Maria Tandeck
    Maria Tandeck, geboren 1989 in Polen, engagierte sich bereits in jungen Jahren für soziale, politische und interkulturelle Fragen. In den Jahren der Verhandlungen und dem Beitritt Polens zur Europäischen Union entwickelte sie besonderes Interesse für Europapolitik, welches außerdem angeregt wurde durch ihre Arbeit im European Youth Parliament Poland. Weitere Engagements folgten, wie in der Sozialdemokratischen Jugend Polen, dem Fachschaftsrat Jura der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder, sowie im Polnischen Jugendrat.
    Laudatio auf Maria Tandeck
    Maria Tandeck im Interview mit Euractiv
  • Sandra Orlovic2009 – Sandra Orlovic
    Sandra Orlovic ist eine der großen Hoffnungen Serbiens auf dem Wege nach Europa. Sie besitzt eine besonnene, zielstrebige und ungemein mutige Persönlichkeit, die ihr Engagement für Menschenrechte, Frieden und Verständigung in Südosteuropa charakterisiert. Als Studentin arbeitete sie ehrenamtlich für das Helsinki Committee for Human Rights in der Republika Srpska und in Serbien. Mit ihrer beispielhaften, ehrenamtlichen Arbeit wirkte sie daran mit, das Rechts- und Geschichtsbewußtsein in der Bevölkerung zu verstärken.
  • Tamuna Kekenadze2008 – Tamuna Kekenadze
    Tamuna Kekenadze, geboren 1982 in Georgien, begeisterte durch eine Reihe von Projekten, die der Verständigung junger Menschen aus Europa und Georgien und der Stärkung der Jugendzivilgesellschaft in Georgien zugute kommen. Sowohl als Gründungsmitglied und erste Präsidentin von AEGEE Tiflis, aber auch durch Ihr Engagement im „National Council of Youth Organizations“, der Dachorganisation von mehr als 45 Jugendorganisationen Georgiens, vereinfachte sie es sowohl Georgischen als auch anderen europäischen Jugendorganisationen, Austauschprojekte durchzuführen.
  • Paul de Kuijer2007 – Paul de Kuijer
    Paul de Kuijer, geboren 1984 in den Niederlanden, gründete bereits während der Schulzeit einen Schülerrat und organisierte eine politische Forumsdiskussion mit 500 Zuhörern und zehn hochkarätigen nationalen Politikern. Auch während seines Jura-Studiums bemühte er sich um die Konzeption einer nationalen Schüler-MUN, wirkte im „Student Forum for European Affairs“ mit und setzte sich außerordentlich in der niederländischen Referendumskampagne für eine gründliche Information der Bürger zum europäischen Verfassungsvertrag ein.
  • Burcu Becermen2006 – Burcu Becermen
    Burcu Becermen, geboren 1981 in der Türkei, nahm sich bereits mit 19 Jahren der Herausforderung an den „Türkisch-Griechischen Zivildialog“ zu leiten. In den folgenden vier Jahren ist es ihr gelungen, hunderte junge Menschen und zehn Jugend-NGOs in die Realisierung ihrer Idee einzubeziehen, den Dialog zu fördern und die Kooperation zu erweitern. Nachdem Sie in Ankara graduierte, arbeitet sie nun in Istanbul als freiberufliche Dolmetscherin und führt neue Initiativen mit jungen Leuten durch, deren Ziel es ist die Idee der europäischen Integration und das Verständnis auszuweiten.
  • Tamas Boros2005 – Tamas Boros
    Tamás Boros, geboren 1981 in Ungarn, zeigte bereits während seiner Schulzeit großes Interesse für die Europäische Integration und erreichte beim Robert Schuman Landesschulwettbewerb über die EU den ersten Platz. Ausgezeichnet wurde Tamás Boros für seine Verdienste um die europäische Verständigung. Er initiierte EU-Informations- und Bildungsveranstaltungen, die insbesondere in kleineren ungarischen Dörfern und Städten Bürgerinnen und Bürger von ihren Sorgen und Ängsten vor der Europäischen Union befreien sollten.
  • Anar Jahangirli2004 – Anar Jahangirli
    Anar Q. Jahangirli wuchs in Baku, Aserbaischan auf. Er wurde für seine Verdienste um die Verständigung zwischen jungen Menschen aus Aserbaidschan und Europa gewürdigt. Er initiierte 1997 mit einer Gruppe von Gleichgesinnten an der Universität Baku die Gründung eines Netwerkes “Association of Young Azerbaijani Friends of Europe” (AYAFE), dessen Zielsetzung es ist, zur fortschreitenden Integration des europäischen Kontinents aktiv beizutragen und die Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen zu fördern. Anknüpfend an den Erfolg von AYAFE hat er 2001 die “Azerbaidjani Students International” und 2003 die AEGEE Baku mitbegründet.
  • Adrian Langan2003 – Adrian Langan
    Adrian Langan, geboren 1977 in Irland, wurde ausgezeichnet für sein Engagement für die privat organisierte “Irish Alliance for Europe” 2002, in deren Rahmen er sich für die Ratifizierung des Vertrages von Nizza einsetzte. Dabei wirkte er vor der zweiten Volksabstimmung in Irland 2002 tatkräftig mit. Er stellte diese gemeinnützige Aktion über seine eigenen beruflichen Verpflichtungen der Handelskammer von Irland. Seine gewonnenen Kenntnisse und Erfahrungen brachte er anschließend in zivile Gesellschaftskampagnen zur Vorbereitung von Referenden in Ungarn und Polen mit ein.
  • Mjellma Mehmeti2002 – Mjellma Mehmeti
    Mjellma Mehmeti, geboren 1976 in der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien, wurde für ihr Engagement für die Belange von Jugendlichen – speziell von jungen Frauen ausgewählt. Sie war für die ARK Anti Radna Kampanja aktiv, einer Initiative gegen den Krieg und für Frieden auf dem gesamten Balkan. Kurze Zeit später gründete sie die Gesellschaft für die Emanzipation, Solidarität und Gleichheit von Frauen in Mazedonien und initiierte ein Programm gegen häusliche Gewalt. Sie war unter anderem Mitbegründerinnen der Initiative Women Waging Peace und der ACC Association for Community Colleges.
  • Daciana Oana Mailatescu2001 – Daciana Oana Mailatescu
    Daciana Oana Mailatescu, geboren 1975 in Rumänien, ermöglichte vielen osteuropäischen Studierenden die Teilnahme an Austauschprogrammen. Im Mai 1999 wurde sie zur Generalsekretärin von AEGEE-Europe und im Mai 2000 zur Präsidentin des AEGEE Netzwerkes gewählt. Sie unterbrach ihr Studium, um die Aktivitäten zu steuern, musste nach 18 Monaten aber nach Rumänien zurück, da ihre Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert wurde. “Manchmal bekommt man eine Chance, Dinge spürbar zu bewegen und dann, nur einige Stunden später, wird wieder die Herkunft zum Stolperstein und Hindernis” sagt Oana, “diese Auszeichnung hat eine ganz besondere Bedeutung für mich”.
  • Tobias Bütow2000 – Tobias Bütow
    Tobias Bütow, geboren 1978 in Magdeburg, erhielt die Auszeichnung für seine Verdienste um die Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus in Europa. Sein Engagement begann mit dem Freiwilligendienst der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Israel. Er setzte sich zudem für die Errichtung eines Mahnmals für ein längst vergessenes KZ-Außenlager in Magdeburg ein. Im folgenden verfasste er ein geschichtswissenschaftliches Buch über den Einsatz von KZ-Häftlingen in der deutschen Rüstungswirtschaft. Derzeit ist Tobias Bütow Mitglied des Vorstands der Schwarzkopf-Stiftung.
  • Lola Stoppleman de Almudévar1999 – Lola Stoppleman de Almudévar
    Lola Stoppleman de Almudévar, geboren 1978, setzte sich jahrelang für die Verständigung Jugendlicher verschiedener Kulturen ein. Sie engagierte sich in vielen Aktivitäten im soziokulturellen Bereich, besonders im internationalen Freiwilligendienst, und ihrem Engagement für B’nai B’rith, einer internationalen jüdischen Jugendorganisation. Der Preis wurde ihr in erster Linie verliehen für ihren journalistischen Einsatz in Großbritannien. Am 25. November 2007 starb Lola Almudévar in einem Verkehrsunfall in Bolivien. Sie war als Journalistin in Bolivien, um über die politischen Unruhen dort zu berichten.
  • Michael Schmitt1998 – Michael Schmitt
    Michael Schmitt, geboren 1976 in Cochem/Mosel, arbeitete von 1994 an ehrenamtlich für die Initiative “Schüler Helfen Leben” und koordinierte im Rahmen seines Zivildienstes den landesweiten Flüchtlingsrat Rheinland-Pfalz. Schon im Sommer 1996 arbeitete er als freiwilliger Sozialarbeiter für “Pax Christi” in einem Flüchtlingslager in Zenica/Zentralbosnien. Im August 1997 begann er einen freiwilligen Dienst für “Schüler Helfen Leben” in Sarajevo. Diese Organisation wurde 1992 von Schülerinnen und Schülern gegründet, die den Geschehnissen im ehemaligen Jugoslawien nicht mehr tatenlos zusehen wollten.
  • David Stulik1997 – David Stulik
    David Stulik, geboren 1972 in Prag, ging in Russland zur Schule und erhielt 1997 sein Magisterdiplom in Warschau, wobei er sich besonders mit der Europäischen Integration mit Fokus auf mittel- und osteuropäische Staaten beschäftigte. Er spricht sechs Sprachen und ist seit 1993 in den Niederlanden, der Tschechischen Republik, der Slowakischen Republik, in Polen, Deutschland, Rußland, Ungarn und Belgien tätig gewesen. Während seiner Tätigkeit in der Europäischen Studentengesellschaft AEGEE war er im Rahmen von PHARE Praktika in Tokio, London, sowie bei Unilever und Camp America.