Termine
„Rechtsextremismus und Antisemitismus in der DDR“
zu Gast: Prof. Dr Klaus Schroeder, Freie Universität Berlin
Kooperation: Inge Deutschkron Stiftung
Ort: Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung, Sophienstraße 28 - 29, 10178 Berlin
Beschreibung:
Wie wir wissen, hat es rechtsextreme und antisemitische Strömungen in der DDR angeblich nicht gegeben. Wie wir heute ebenfalls wissen, ist diese öffentliche Tabuisierung den rechtsextremen Einstellungen ein guter Nährboden gewesen. Dabei haben sich die Formen, in denen sich Rechtsextremismus artikulierte, nicht wesentlich von denen in der Bundesrepublik unterschieden. Eine Auseinandersetzung um Schuld und Mitverantwortung an den Verbrechen des Nationalsozialismus, wie sie in der BRD ab Ende 1950er Jahre zögernd begann, ist in der DDR aber nie geführt worden. Mit der Enteignung der Kapitalisten, so hatte die SED verkündet, habe die DDR die Ursachen von Faschismus und Antisemitismus „mit der Wurzel ausgerottet“ und das „neue Deutsch¬land“ habe mit der deutschen Vergangenheit nichts zu tun. Zu Israel hat die DDR ein feindschaftliches Verhältnis gepflegt.
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