Frauenbilder im Nationalsozialismus und in der rechtsextremen Szene heute

Frauenbilder im Nationalsozialismus und in der rechtsextremen Szene heute
  • Datum & Zeit
    13/03/2016, 15:30
  • Veranstaltungsort
    Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
  • Zu Gast
    Astrid Rothe-Beinlich, Prof. Dr. Esther Lehnert
  • Kooperation
    Freya von Moltke-Stiftung, Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Die Nationalsozialisten propagierten nach ihrer Machtergreifung ein traditionelles Frauenbild, das den Platz der Frau vor allem in der Familie bei Kindern und Haushalt sah. Zugleich bot die NSDAP Frauen eine Vielzahl an Möglichkeiten der politischen Mitwirkung, die von vielen Frauen enthusiastisch ergriffen wurden. Entgegen der später verbreiteten Darstellung der „weiblichen Unschuld“ trugen viele deutsche Frauen den Nationalsozialismus aktiv mit.

Welches Frauenbild herrscht heute in der rechtsextremen Szene? In der Öffentlichkeit dominiert das Bild des Skinheads, doch auch wenn Vorstellungen von Männlichkeit eine wichtige Rolle in der Neonazi-Szene und den neuen rechtspopulistischen Bewegungen spielen, sind Frauen keineswegs nur Mitläuferinnen. Was bedeutet es aber, wenn Frauen Parteien wie die AfD oder den Front National führen? Und wie ernst ist es den Rechten, wenn sie vor dem Hintergrund von Fällen sexualisierter Gewalt von Migranten die Frauenrechte entdecken? Esther Lehnert und Astrid Rothe-Beinlich diskutierten Kontinuität und Wandel rechter Geschlechtervorstellungen, die Rolle von Frauen in der rechtsextremen Szene und die Instrumentalisierung von Frauenrechten in der rechten Propaganda.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des diesjährigen Workshops der Jungen Stifterinnen und Stifter der Freya von Moltke-Stiftung für das Neue Kreisau zum Thema „Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ statt.

Anmeldung

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