„Friedrich Weißler. Ein Jurist und bekennender Christ im Widerstand gegen Hitler“ – Mit Manfred Gailus

"Friedrich Weißler. Ein Jurist und bekennender Christ im Widerstand gegen Hitler" - Mit Manfred Gailus
  • Datum & Zeit
    20/02/2017, 18:00
  • Veranstaltungsort
    Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
  • Zu Gast
    Manfred Gailus, Autor und Historiker
  • Moderation
    André Schmitz-Schwarzkopf, Vorstandsvorsitzender der Schwarzkopf-Stiftung
  • Kooperation
    Inge Deutschkron Stiftung

Der Jurist Friedrich Weißler, geboren 1891, wurde mit 41 Jahren zum Landgerichtsdirektor nach Magdeburg berufen. Im Februar 1933 verhängte er vor Gericht eine Ordnungsstrafe gegen einen SA-Mann. Daraufhin zwangen SA-Angehörige den Juristen jüdischer Herkunft, unter Gewaltanwendung öffentlich die Hitlerfahne zu grüßen. Im Juli 1933 folgte seine endgültige Entlassung aus dem Justizdienst. Als evangelischer Christ schloss sich Weißler in Berlin der „Bekennenden Kirche“ an, die 1936 eine vertrauliche, kritische Denkschrift an Hitler verfasste. Durch Indiskretionen wurde die Schrift in der internationalen Presse veröffentlicht. Weißler geriet in Verdacht, mit ihrer Verbreitung zu tun zu haben. Nach viermonatiger Gestapohaft in das KZ Sachsenhausen eingeliefert, wurde er am 19.2.1937 tot in seiner Zelle aufgefunden. Die Behauptung der SS-Wachmänner, Weißler habe Suizid begangen, war wenig glaubhaft. Eine präzise staatsanwaltliche Untersuchung ergab, dass Weißler zu Tode geprügelt worden war. Seither gilt er als „erster Märtyrer der Bekennenden Kirche“.

Den „Fall Friedrich Weißler“ behandelt Manfred Gailus in seiner Biografie, um die Hintergründe einer grausamen Ermordung zu erforschen und der Leserschaft Friedrich Weißler als Person und Mitwirkender des christlichen Widerstandes näher zu bringen. Anlässlich Weißlers 80. Todestag ist er bei uns zu Gast, um sein Werk vorzustellen und mit Ihnen zu diskutieren. Moderiert wird das Gespräch von André Schmitz-Schwarzkopf, Vorstandsvorsitzender der Schwarzkopf-Stifung.

Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen und bitten Sie, uns diese online (s.u.) oder per E-Mail zu bestätigen. Durch Ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmen Sie zu, dass die dort entstandenen Fotos für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.

Anmeldung

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