Jüdische Perspektiven nach dem Holocaust. Mit Prof. Dr. Atina Grossmann

Jüdische Perspektiven nach dem Holocaust. Mit Prof. Dr. Atina Grossmann
  • Datum & Zeit
    22/06/2017, 18:00
  • Veranstaltungsort
    Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
  • Zu Gast
    Prof. Dr. Atina Grossmann, Historikerin
  • Kooperation
    Im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!", Inge-Deutschkron-Stiftung

Im Nachkriegsdeutschland lebten jüdische Holocaust-Überlebende neben ehemalig offenkundigen Antisemit*innen. Was dieses Bewusstsein für Jüdinnen und Juden im Alltag bedeutete und wie Deutsche die Aufarbeitung der Gräueltaten der vergangenen Jahre angingen, ist ein Thema der Historikerin Prof. Dr. Atina Grossmann. Wie einflussreich war die Nachkriegszeit für die heutige jüdische Identität? Und wie hat sich seitdem der Umgang mit jüdischem Leben in Deutschland verändert?

Antisemitismus scheint heute für einen großen Teil der Gesellschaft ein abgehaktes Kapitel zu sein und die Sensibilität für weiterhin existierende Vorurteile und verdeckt antisemitische Äußerungen geht verloren. Im Gegensatz dazu steht die Erfahrung von Betroffenen, zu deren Lebensrealität in vielen Fällen auch Konfrontation mit Stereotypen und das Gefühl von zunehmender Bedrohung gehören. Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust ist in Deutschland fester Bestandteil der Schulbildung, trotzdem wird von antisemitischen Äußerungen und Ausgrenzung auch auf Schulhöfen berichtet.

Was sind die jüdischen Perspektiven auf das Leben in Europa, welche Erfahrungen prägten besonders? Inwiefern sind Ressentiments in der Mitte der Gesellschaft noch nicht überwunden, was kann jede*r Einzelne dafür tun? Wie ist die Annahme zu bewerten, dass Antisemitismus heute in engem Zusammenhang mit der Zuwanderung aus arabischen Ländern steht? Über diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen und Prof. Dr. Atina Grossmann diskutieren.

Über Ihre Teilnahme freuen wir uns sehr und bitten um Anmeldung bis zum 20. Juni online oder per E-Mail. Durch Ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmen Sie zu, dass die dort entstandenen Fotos für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.

Die Veranstaltung wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesfamilienministerium gefördert.

Anmeldung

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