Frühjahresschulung der Peer-Trainer*innen in Porto, Münster und Dresden

Anfang März fanden die Frühjahresschulungen für die Peer-Trainer*innen aus Deutschland und Portugal in Münster, Dresden und Porto statt. Je nach bisherigem Schulungsstand fokussierte sie auf die Einführung ins Projekt oder auf die Vertiefung methodisch-didaktischer Fertigkeiten sowie inhaltlicher Kenntnisse. Die Schulung für das neue portugiesische Team wurde durch Luis Menéndez unterstützt, der bereits seit einem Jahr als Trainer im spanischen Understanding Europe Projekt tätig ist. Für die Portugiesen ist die Einführung von Understanding Europe „eine große Chance Vorurteile über die EU aufzulösen und den Jugendlichen zu verdeutlichen, dass sie eine Stimme haben aktiv einen Beitrag zur europäischen Zukunft leisten können.“ (Afonso Loureiro, Projektkoordinator in Portugal).

In Münster sprachen die Trainer*innen aus NRW und Hamburg mit Prof. Karim Fereidooni über rassismusrelevante Erfahrungen aus ihrem Alltag ebenso wie aus ihrer Kurspraxis. Die Frage „Wann kippt Komplexitätsreduktion in Populismus?“ stand im Mittelpunkt der Diskussion mit Dr. Markus Wilp, Politikwissenschaftler und Geschäftsführer des Zentrum für Niederlande-Studien an der WWU Münster. Im Rahmen der Methode „Toleranzlinie“ leitete Agnes Scharnetzky, Politikdidaktikerin, die Reflektion der Trainer*innen über die individuellen „Grenzen des Sagbaren“ in den EU-Kompakt-Kursen an.

Auch in Dresden diskutierten die Trainer*innen aus Berlin, Brandenburg und Sachsen über Bauchgefühle für schwierige Seminar-Situationen und Toleranzgrenzen. Brigitte Fuhrmann, Politikdidaktikeren, moderierte das Gespräch über den offenen Dialog im Klassenraum in Zeiten erhöhter Polarisierung in der Gesellschaft. Mit welchen Akteur*innen vor Ort sich vernetzen sollten, wenn demokratiefeindlichen und menschenfeindlichen Parolen in Klassenräumen geäußert werden, stellte Petra Schickert vom Mobilen Beratungsteam gegen Rechts vor.