Flucht und Asyl in Europa

Fast 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Welche Gründe veranlassen Menschen, aus ihrer Heimat zu fliehen, und wer wird überhaupt als Flüchtling anerkannt? Wie geht die EU mit ihren Schutzsuchenden um? Endet „der Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“ an Europas Außengrenzen?

Seminar zur Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU

Ein vierstündiges Seminar beleuchtet, warum und wie sich der Flüchtlingsschutz auf europäischer Ebene entwickelt hat und welche Positionen und Akteure die Debatte um die europäische Flüchtlingspolitik prägen. Diskutiert werden die aktuellen Entwicklungen und Kontroversen der europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik. In den letzten 15 Jahren ist hier ein aktives europäisches Politikfeld entstanden: Wir bieten jungen Menschen einen Überblick über das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) und sensibilisieren dafür, wie das Asylverfahren in Deutschland konkret für die Menschen abläuft, die hier ankommen.

In den Kursen wollen wir einen Diskussionsraum für Schüler*innen öffnen, sich vertieft mit einer zentralen politischen Herausforderung auseinanderzusetzen: Wie lässt sich ein Verfahren und System zum Schutz für Menschen, die fliehen, entwickeln und garantieren? Was sind Fluchtursachen und welche Asylgründe sind anerkannt und rechtlich verankert? Warum wurde das GEAS entwickelt, was regelt es und was bislang nicht? An welchen Widerständen scheitert seine Entwicklung und Umsetzung? Ein Rollenspiel zeigt, welche Akteure, Interessen und Kontroversen die Flüchtlingspolitik in Europa gestalten und wie schwierig sich der politische Aushandlungsprozess gestaltet.

Die Seminare werden derzeit in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen angeboten und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ gefördert.

In Berlin/Brandenburg: Seminartag mit einem anschließenden Gespräch

Im Anschluss an das Seminar in Berlin und Brandenburg kann optional ein moderiertes Gespräch mit Asylsuchenden in einer Berliner Unterkunft organisiert werden, bei dem das Seminarthema nochmals aus einer persönlichen Perspektive vertiefend diskutiert wird. Für einen Seminartag mit einem anschließenden Gespräch sollten insgesamt fünf bis sechs Stunden eingeplant werden.

Bei allgemeinen Fragen zum Seminar schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an europa-verstehen@schwarzkopf-stiftung.de.

 

Vielfalt in Europa

Das Eintreten für ein vielfältiges Europa und die Sensibilisierung für demokratie- und menschenfeindliche Einstellungen wird durch politisch-historische Bildungsangebote ergänzt, die sich mit den Folgen von Ausgrenzung, Verfolgung und zerstörter Vielfalt in Europa im 20. Jahrhundert interaktiv auseinandersetzen. Politische Bildung für ein tolerantes Zusammenleben in Europa wird durch die Mischung aus Dialogveranstaltungen mit Entscheidungsträger*innen, Exkursionen und Begegnungsprojekten mit Aktivist*innen und Betroffenen von Rassismus und Ausgrenzung konkret erfahrbar.

Dies geschieht in unserem Veranstaltungsprogramm durch Zeitzeug*innengespräche, Ausstellungsbesuche und der Förderung, der von Jugendlichen entwickelten Projekte, durch den Margot-Friedländer-Preis sowie Kooperationen mit der Inge Deutschkron Stiftung.