50 Jahre Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa

Am 1. April 2021 wird die Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa 50 Jahre alt. Vieles hat sich seitdem verändert – Europa, seine Gesellschaft und die Stiftung selbst. Europa bleibt weiterhin eine Idee, die junge, pluralistische Perspektiven braucht. Auf diesem Gedanken beruht seit ihrer Gründung der Zweck der Stiftung: Seit nun schon fünf Jahrzehnten fördern wir junge Perspektiven auf ein offenes, demokratisches und pluralistisches Europa.

Seit der Gründung 1971 ist die Stiftung gewachsen, hat neue Programmbereiche hinzugewonnen, die Stadt gewechselt, den Stiftungszweck konkretisiert und ihren Wirkungsbereich über Deutschland hinaus erweitert. Heute sind wir ein größeres und vielfältigeres Team als jemals zuvor, das in sechs Programmbereichen arbeitet und Bildungs-, Dialog- und Partizipationsprojekte für junge Menschen in ganz Europa umsetzt. Gemeinsam mit unseren drei großen Jugendnetzwerken und allen anderen jungen, engagierten Teilnehmenden, blicken wir zurück auf 50 Jahre junges Europa:

1971: Am 1. April wird in Hamburg die Heinz-Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa von Pauline Schwarzkopf gegründet. In Erinnerung an ihren Mann und die Schrecken des Krieges gab sie der Stiftung die Aufgabe, den europäischen Einigungs- und Friedensgedanken unter jungen Menschen zu fördern.

1970er: Bis in die 1980er-Jahre nahm Pauline Schwarzkopf an nahezu allen politischen Seminaren der Stiftung teil und begleitete fast jede Studienreise zu den europäischen Institutionen in Brüssel, Straßburg und Luxemburg. Als erste überparteiliche Organisation fuhr die Stiftung Ende der siebziger Jahre trotz des Eisernen Vorhangs mit Jugendlichen zu europapolitischen Begegnungen nach Polen und in die DDR.

1997: Der Preis „Junge*r Europäer*in des Jahres“ wird erstmals vergeben und fördert seither junges Engagement für ein friedliches Europa.

2000: Die Stiftung zieht um nach Berlin.

2003: Der „Schwarzkopf-Europa-Preis“ wird ins Leben gerufen und ermöglicht jungen Europäer*innen, eigene Vorbilder und Zukunftsgestalter*innen eines friedlichen und pluralistischen Europas auszuzeichnen.

2004: Das European Youth Parliament (EYP), eine der größten Jugendorganisationen Europas, wird Teil der Stiftungsarbeit.  

2008: Ein anlässlich des 100. Geburtstages der Stifterin in Auftrag gegebenes historisches Gutachten über das Leben und Wirken von Heinz Schwarzkopf offenbart seine NS-Vergangenheit als Mitglied der SA und der SS. Die Erkenntnisse führen zur Umbenennung in Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa. Die Arbeit der Stiftung wird seither der Gründerin Pauline Schwarzkopf gewidmet. In Verantwortung gegenüber der Geschichte und der Gegenwart wird die Satzung der Stiftung explizit um das Ziel der Bekämpfung von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus erweitert.

2014: Der „Margot-Friedländer-Preis“ wird ins Leben gerufen, der Schüler*innen darin unterstützt, an den Holocaust zu erinnern und sich gegen aktuelle Formen von Rassismus und Antisemitismus zu engagieren. 

2013-14: Der EU-Kompaktkurs “Europa verstehen” erreicht Schüler*innen erstmals überregional und bringt seine Themen in die Klassenzimmer vieler Länder Europas.

2019: Das Dialogforum Junge Islam Konferenz (JIK) wird Teil der Stiftung. Das Projekt erweitert die Stiftungsarbeit um eine Plattform, in der sich die postmigrantische Generation konstruktiv zu Themen der Migrationsgesellschaft auszutauschen können.

2020: Die Bildungsprogramme „Young Ambassadors against Antisemitism” und „Postmigrant Europe“ wurden ins Leben gerufen und die Stiftung wird Teil des Kompetenznetzwerks „Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft“.

In unserem Jubiläumsjahr und darüber hinaus haben wir verschiedene Veranstaltungen geplant, in denen wir die Geschichte der Stiftung und Europas der vergangenen 50 Jahre unter aktuellen Gesichtspunkten betrachten. Außerdem vergeben wir einmalig den europäischen Schwarzkopf-Kompositionspreis. Zusammen mit den Berliner Philharmonikern und ihrer Karajan-Akademie geben wir einem oder einer jungen Komponist*in die Möglichkeit, während einer Spielzeit die Arbeit der Philharmoniker tagtäglich zu begleiten.

 

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