Führung durch die Ausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“ im Deutschen Historischen Museum

Führung durch die Ausstellung "1917. Revolution. Russland und Europa" im Deutschen Historischen Museum

Wir laden interessierte Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Fluchthintergrund herzlich ein zu einer Führung in Leichter Sprache durch die Ausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“.

Die Russische Revolution war ein Schlüsselereignis für das Verständnis des 20. Jahrhunderts und ein Wegbereiter für die Polarisierung der Welt in zwei Lager. Daran zu erinnern, ist für das Verständnis der deutschen und europäischen Geschichte und der demokratischen Gesellschaft von herausragender Bedeutung.

Die revolutionären Ereignisse 1917 und der Bürgerkrieg in Russland führten zu einem grundlegenden Systemwechsel im 20. Jahrhundert. Mentalitäts- und kulturgeschichtlich bewirkte die Revolution zunächst einen Aufbruch in allen Bereichen der Gesellschaft: Sie führte zu neuen Formen in Wirtschaft, Bildung und Kultur, förderte nationale, politische und soziale Befreiungsbewegungen, inspirierte Künstler und Kulturschaffende. Von Anfang an gehörten zum Aufbau der neuen Gesellschaft aber auch Terror, Gewalt und Repression. Die Ausstellung thematisiert die Umwälzungen und Ereignisse in Russland und der frühen Sowjetunion ebenso wie Reaktionen und Gegenreaktionen auf den politischen und gesellschaftlichen Umsturz in ausgewählten europäischen Staaten.

In der Führung soll die Russische Revolution als epochaler Umbruch verständlich gemacht werden. Dabei bildet die Auseinandersetzung mit den Widersprüchen in der russischen Gesellschaft, die zur Revolution und zum Bürgerkrieg führten, einen Schwerpunkt. Ein zweiter Fokus liegt auf den Auswirkungen der Revolution auf ganz Europa: Wie prägte sie die Kunst und die politischen Auseinandersetzungen, welche Flucht- und Migrationsbewegungen löste sie aus?

Über Ihre Teilnahme freuen wir uns sehr und bitten um Anmeldung bis zum 20. November per E-Mail. Durch Ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmen Sie zu, dass die dort entstandenen Fotos für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.

Die Veranstaltung wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesfamilienministerium gefördert.

Foto: Völkerfreundschaft, Stepan M. Karpow (1890–1929), Sowjetunion, 1923/24 ©Staatliches Museum für Zeitgenössische Geschichte, Moskau