„Abgeholt sein, heißt tot.“ Zeitzeugengespräch mit Kurt Hillmann und Bettina Rust

31.03.2020, 18:00  Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung

„Abgeholt sein, heißt tot.“ Zeitzeugengespräch mit Kurt Hillmann und Bettina Rust

Kurt Hillmann wird 1933 als Sohn einer jüdischen Polin und eines Deutschen in Berlin geboren. Schon früh macht er Erfahrungen mit Antisemitismus. Auf dem Schulweg wird er regelmäßig von Mitgliedern der Hitlerjugend verprügelt. Täglich sieht er, wie Menschen abgeholt werden. Sein Leben ist vom Krieg geprägt: Bombenangriffe, Fliegeralarm, brennende Häuser. 1944 gelingt es Kurt Hillmann, in einem Heim für tuberkulosekranke Kinder im Allgäu unterzutauchen. Obwohl seine beiden Zimmerkameraden Kinder hochrangiger Nazis sind, schafft er es, nicht aufzufliegen. Als Kurt Hillmann im Oktober 1945 zurück nach Berlin zu seinem Vater fährt, ist seine an Tuberkulose erkrankte Mutter bereits gestorben. Kein Arzt wollte sie behandeln. Auch aus der Familie seiner Mutter überlebt niemand. Alle Mitglieder der Familien Singer und Jakubowicz waren zunächst in das Getto Litzmannstadt deportiert und später im Vernichtungslager Kulmhof mit den Abgasen von Lastwagen ermordet worden. Kurt Hillmann engagiert sich seit Jahren als Zeitzeuge.

Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen und bitten um Anmeldung bis zum 30.03 online, per E-Mail oder per Fax (030/280 95 150). Durch die Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmt unser Publikum zu, dass die dort entstandenen Fotos für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.

Anmeldung

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