Ausstellungsbesuch „zurückGESCHAUT“

Ausstellungsbesuch "zurückGESCHAUT"
  • Datum & Zeit
    07/12/2017, 16:00
  • Veranstaltungsort
    Museum Treptow
  • Zu Gast
    Vertreter der ISD
  • Kooperation
    Demokratie leben!

Von 1935-1940 sollen sich Schwarze Deutsche in Baströcken mit Tanz- und Gesangseinlagen dem Publikum als treue ehemalige Kolonialuntertanen aus Afrika präsentieren. Für Bruce und die anderen Darsteller*innen bietet das bald schon als „Deutsche Afrika-Schau“ tourende Unternehmen eine der wenigen Möglichkeiten, die Zeit des Nationalsozialismus zu überleben.

100 Jahre nach dem Ende der deutschen Kolonialherrschaft blickt die Ausstellung „zurückGESCHAUT“ dorthin, wo die Geschichte von „Berlin-Bruce“, wie ihn seine Verwandten in Togo bis heute nennen, beginnt. Sie thematisiert die Erste Deutsche Kolonialausstellung im Treptower Park, die anlässlich der großen Berliner Gewerbeausstellung von 1896 stattfindet.

Die Ausstellung wurde vom Bezirksmuseum Treptow in Kooperation mit der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und mit Berlin Postkolonial e.V. erarbeitet. Die Beteiligung Schwarzer Menschen hatte dabei nicht nur Einfluss auf Details, sondern war maßgebend für die Entwicklung des Ausstellungskonzepts. Sie war entscheidend bei der Auswahl der Bilder und der Ausstellungstexte, die das rassistische Vokabular der Kolonialzeit vermeiden oder apostrophieren. Vertreter der ISD werden durch die Ausstellung führen und im Anschluss mit uns über die Geschichte von Kolonialismus, Rassismus und Widerstand diskutieren.

Über Ihre Teilnahme freuen wir uns und bitten um Anmeldung online (s. unten) oder per E-Mail. Durch Ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmen Sie zu, dass die dort entstandenen Fotos für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.

Die Veranstaltung wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesfamilienministerium gefördert.

© Zeichnung Lena Ziyal.
Diese Kohlezeichnung ist eigens für die Ausstellung angefertigt worden. Sie zeigt den Teilnehmer der Kolonialausstellung Bismarck Bell/Kwelle Ndumbe aus Kamerun mit einem Opernglas. Er hat während seines Aufenthaltes in Treptow mit einem gekauften Opernglas auf die neugierig gaffenden Besucher*innen zurückgeschaut.

Anmeldung

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