„Denen werden wir es zeigen!“ – Zeitzeugengespräch mit Ingeburg Geißler.

07.12.2018, 11:00  Ort der Information unter dem Stelenfeld

„Denen werden wir es zeigen!“ - Zeitzeugengespräch mit Ingeburg Geißler.
Stiftung Denkmal, Foto Marko Priske

Ingeburg Geißler (*1932) wurde als einziges Kind eines jüdischen Vaters und einer christlichen Mutter in Erfurt geboren. Im Juni 1933 wanderte die Familie nach Palästina aus, kehrte jedoch einige Monate später nach Deutschland zurück. Um Mutter und Kind vor Zwangsmaßnahmen der nationalsozialistischen Machthaber zu schützen, ließen sich die Eltern scheiden. 1938 wanderte der Vater nach Schanghai aus. Ingeburg lebte bei ihrer Tante in Marbach, einem Ortsteil von Erfurt. Noch im Januar 1945 wurde das Mädchen, ohne weitere Angehörige, nach Theresienstadt deportiert und erst im Mai befreit. Nach der Rückkehr in ihre Heimatstadt Erfurt machte sie trotz der verpassten Schuljahre mit Hilfe ihrer Mutter das Abitur, studierte später und zog nach Berlin. Ihren Vater, der inzwischen in den USA lebte, sah sie erst 1959 wieder.

Wir sprechen mit Ingeburg Geißler über ihre Erfahrungen während des Nationalsozialismus und ihre Zeit in Theresienstadt, aber auch über das Leben in Deutschland nach dem Holocaust.

Diese Veranstaltung richtet sich an Schulklassen und Kurse. Wenn Sie mit Ihrer Klasse oder Ihrem Kurs teilnehmen möchten, bitten wir um Anmeldung bis zum 30.11. per E-Mail oder per Fax (030/280 95 150). Durch die Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmt unser Publikum zu, dass die dort entstandenen Fotos für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.

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