„Fremdgemacht & Reorientiert: jüdisch-muslimische Verflechtungen“. Mit den Herausgebern und Autor*innen Ozan Zakariya Keskinkılıç, Gil Shohat und Shlomit Tulgan

10.04.2019, 18:00  Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung

"Fremdgemacht & Reorientiert: jüdisch-muslimische Verflechtungen". Mit den Herausgebern und Autor*innen Ozan Zakariya Keskinkılıç, Gil Shohat und Shlomit Tulgan

In Debatten der weißen Mehrheitsgesellschaft wird oft das Narrativ des ‘christlich-jüdischen Abendlandes’ benutzt, um zu verdeutlichen, wer nicht dazu die gehört: ‘Die Muslime’. Aber ist nicht die Kulturgeschichte des sogenannten Abendlandes keine christlich-jüdische, sondern eine vehement antijüdische? Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen und Künstler*innen nehmen in dem Sammelband „Fremdgemacht & Reorientiert“ sogenannte ‘abendländische’ Erzählungen zum Ausgangspunkt, um den politischen, religiösen, historischen wie gegenwärtigen jüdisch-muslimischen Verflechtungen auf die Spur zu kommen. Sie stellen Fragen nach den Wechselwirkungen von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus, diskutieren vielschichtige Beziehungen und stellen ihre jeweiligen Erfahrungen in den Vordergrund. Sie zeigen Perspektiven auf, die in weiten Teilen der Gesellschaft nicht gehört werden. Sie berichten von Un/Gleichheiten, kollektiven Erinnerungen und Erzählungen, von Utopien und Widerständen. Und sie erzählen von ähnlichen Erlebnissen in Begegnungen mit Vertreter*innen der ‚Dominanzkultur‘: jüdische wie muslimische Menschen sind Projektionsfläche der Fremdheit, von Zuschreibungen, die ihnen von außen, von der Mehrheitsgesellschaft, herangetragen werden.

Welche Erfahrungen haben die Autor*innen als solche ‚Projektionsflächen‘ gemacht? Wie begegnen sie Vorurteilen im Alltag? Welche Ratschläge können sie jungen Menschen geben, die Diskriminierung und angeblich ‚gutgemeinten‘ Zuschreibungen ausgesetzt sind? Über diese und weitere Fragen möchten wir mit unseren Gästen und dem Publikum diskutieren.

Über Ihre Teilnahme freuen wir uns sehr und bitten um Anmeldung bis zum 09.04.  online (siehe unten), per E-Mail oder per Fax (030/280 95 150). Durch die Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmt unser Publikum zu, dass die dort entstandenen Fotos für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.

Die Veranstaltung wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesfamilienministerium gefördert.

 

Rückblick (© Adrian Jankowski; Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa):

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