Hertha BSC, der Holocaust und die Verantwortung des deutschen Fußballs heute

20.09.2018, 18:00  Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Hertha BSC, der Holocaust und die Verantwortung des deutschen Fußballs heute
Berlin-Wilmersdorf, April 2013: Stolperstein in der Nachodstraße 22 /23 © Wikipedia; Fußball-Woche, Meisterschaftsendspiel vom 14. Juni 1931 Hertha BSC gegen TSV 1860 München in Köln. Der verletzte Spieler Willy Kirsei wird von Hermann Horwitz vom Platz getragen. Wenige Minuten später schießt Kirsei das siegbringende 2:3 für Hertha. © Fußball-Woche; Gedenkfahrt von Hertha- und KSC-Fans nach Auschwitz 2017 © Hertha BSC
  • Datum & Zeit
    20.09.2018, 18:00
  • Veranstaltungsort
    Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
  • Zu Gast
    unter anderem mit Walter Frankenstein, Holocaustüberlebender; Andreas Geisel, Senator für Inneres und Sport; Juliane Röleke, Fanbetreuung Hertha BSC; Gerd Liesegang, Berliner Fußballverband BFV
  • Kooperation
    Stiftung Neue Synagoge Berlin, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

»Am Ende unserer Erfahrung sind wir aber noch lange nicht!«, schreibt Dr. Hermann Horwitz unmittelbar nach Gewinn der Meisterschaft seines Vereins Hertha BSC 1930 in einem Artikel. Horwitz (*1885 im Prenzlauer Berg) ist Militärarzt im Ersten Weltkrieg und ab der Saison 1923/24 Sportarzt bei Hertha BSC, die mit ihm 1930 und 1931 Deutscher Meister wird. Sein Verein schließt Horwitz am 26. September 1938 – vor 80 Jahren – aus. 1943 wird er nach Auschwitz verschleppt. 2016 erforscht ein Fanprojekt sein Schicksal. Noch immer tut sich der deutsche Fußball mit der Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus schwer. Auch dafür steht das Zitat von Dr. Hermann Horwitz als Motto der Veranstaltung.

Zum Gedenken an Dr. Horwitz organisierten die Fanbetreuung von Hertha BSC und das Fanprojekt der Sportjugend Berlin im letzten Jahr eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz – die bei allen Beteiligten ihre Spuren hinterließ.
Bei der Veranstaltung soll zunächst das Fanprojekt »Spurensuche« zum Schicksal von Dr. Horwitz vorgestellt werden und anschließend eine Diskussion zum Thema »Hertha BSC, Holocaust und die Verantwortung des deutschen Fußballs heute« unter anderem mit dem 94-jährigen Berliner Holocaustüberlebenden und Hertha-Mitglied Walter Frankenstein sowie Andreas Geisel, Senator für Inneres und Sport stattfinden. Anlass ist der 26. September 1938 – der Tag, an dem Hertha BSC vor 80 Jahren Dr. Horwitz als »Nichtarier« ausgeschlossen hatte.

Programm:

Begrüßung
Dr. Anja Siegemund, Direktorin der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum;
Uwe Neumärker, Direktor Stiftung Denkmal

Grußwort
Bernd Schiphorst, Vorstandsvorsitzender der Hertha BSC Stiftung

Vorstellung des Hertha-BSC-Fanprojekts »Spurensuche«

Diskussion
Walter Frankenstein, Holocaustüberlebender; Andreas Geisel, Senator für Inneres und Sport; Juliane Röleke, Fanbetreuung Hertha BSC; Gerd Liesegang, Berliner Fußballverband BFV
Moderiert von Adam Kerpel-Fronius, Stiftung Denkmal

 

Rückblick ((c) Fotos: Adrian Jankowski):

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