Verschoben: Online: Lauf, Ludwig, lauf! Eine Jugend zwischen Synagoge und Fußball. Mit Rafael Seligmann

10.06.2020

Verschoben: Online: Lauf, Ludwig, lauf! Eine Jugend zwischen Synagoge und Fußball. Mit Rafael Seligmann
  • Datum & Zeit
    10.06.2020, 18:00
  • Zu Gast
    Rafael Seligmann, Autor

Es ist eine glückliche Kindheit, gefolgt von erfüllten Jugendjahren. Sein Vater ist ein wohl situierter Kaufmann. Religion und Tradition bestimmen das Leben der Familie. Als einziger der Geschwister darf Ludwig das Gymnasium besuchen. Er trainiert die Fußballmannschaft und singt im Synagogenchor. Es sind die letzten goldenen Jahre des christlich-jüdischen Miteinanders in Deutschland, die 1930 mit dem Aufstieg der Nazis ein grausames Ende finden. „Lauft weg, so weit ihr könnt!“, mahnt der Ortspfarrer die beiden Brüder Ludwig und Heinrich Seligmann. Kurz darauf, im März 1933, fliehen die jungen Männer aus Nazi-Deutschland nach Frankreich.

In dem Roman „Lauf, Ludwig, lauf! Eine Jugend zwischen Synagoge und Fußball“ erzählt Rafael Seligmann die Geschichte seines Vaters während dessen Jugendjahren in der schwäbischen Kleinstadt Ichenhausen  – und knüpft dabei auch an jüdisches Leben im heutigen Deutschland an. Es ist der erste Teil einer Triologie über das Leben Ludwig Seligmanns, der im Herbst veröffentlichte zweite Teil wird das Leben im britischen Mandatsgebiet Palästina, die Anfänge des Staates Israel und die Rückkehr nach Deutschland thematisieren.

Der Autor Rafael Seligmann wurde 1947 als Kind deutscher Emigranten in Palästina geboren. 1957 kehrte die Familie nach Deutschland zurück.

Wie sah eine deutsch-jüdische Kindheit in Bayern in den 1920er Jahren aus? Wie erlebt die Familie das politische Geschehen? Spielte der Zionismus, also das Bestreben, in die alte biblische Heimat zurückzukehren, in der jüdischen Landgemeinde eine Rolle? Wie verhalten sich nicht-jüdische Nachbarn, Bekannte und Freund*innen zum Aufstieg der Nationalsozialist*innen? Was hat Seligmann dazu veranlasst, die Geschichte seines Vaters zu erzählen? Über diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen und unserem Gast Rafael Seligmann diskutieren.

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