Schüler fragen Zeitzeugen – mit Max Michelson

Schüler fragen Zeitzeugen - mit Max Michelson
  • Datum & Zeit
    28/08/2013, 00:01
  • Veranstaltungsort
    Ort wird noch bekannt gegeben.
  • Zu Gast
    Max Michelson
  • Kooperation
    Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Max Michelson wurde 1924 als Sohn jüdischer Kaufleute geboren und wuchs in der lettischen Hauptstadt Riga auf. Nach dem deutschen Einmarsch im Sommer 1941 musste er in das Ghetto umziehen. Nach der Ermordung seiner Eltern Ende 1941 wurde er in die Konzentrationslager Kaiserwald sowie Stutthof und schließlich nach Magdeburg deportiert, wo er Zwangsarbeit in einer Munitionsfabrik leistete. Nach der Befreiung arbeitete er zunächst als Dolmetscher und wanderte 1947 in die USA aus. Seine Erinnerungen erschienen unter dem Titel »Stadt des Lebens, Stadt des Sterbens. Erinnerungen an Riga.«

Herr Michelson besuchte an diesem Tag das Ernst-Abbe-Gymnasium in Neukölln, um mit etwa 50 Schülerinnen und Schülern seine Erinnerungen zu teilen. Während seines Vortrags zeigte er auch Fotos seiner Familie. Michelson ist das einzige Familienmitglied, das die Verfolgung der Nazis überlebt hat. „Nach dem Krieg gab es in Riga nichts mehr, zu dem ich hätte zurückkehren können“, erzählte Michelson den Schülern auf die Frage, ob er jemals daran gedacht habe, in seine Heimat Lettland zurückzukehren.