Siegfried Lichtenstaedter: Prophet der Vernichtung. Über Volksgeist und Judenhass. Mit Götz Aly

21.08.2019, 18:00  Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung

Siegfried Lichtenstaedter: Prophet der Vernichtung. Über Volksgeist und Judenhass. Mit Götz Aly
  • Datum & Zeit
    21.08.2019, 18:00
  • Veranstaltungsort
    Konferenzraum der Schwarzkopf-Stiftung
  • Zu Gast
    Götz Aly, Politikwissenschaftler, Historiker und Journalist
  • Kooperation
    Inge Deutschkron Stiftung

Wie ein bayerisch-jüdischer Beamter schon 1923 den Holocaust vorhersagte: Scharf beobachtend und mit jüdischem Witz schrieb Siegfried Lichtenstaedter (1865-1942) Satiren und Prognosen, die so verblüffend hellsichtig sind, dass der Historiker Götz Aly sie ausgegraben und neu zusammengestellt hat. Lichtenstaedter war ein studierter Orientalist, Jude und Homosexueller, der 1942 im Ghetto Theresienstadt ermordet wurde. Als „Prophet der Vernichtung“ sah er die grausamen Verbrechen an den Juden mit seinem messerscharfen Verstand glasklar voraus; jede Zeile seines in Vergessenheit geratenen und nun neu veröffentlichten Werkes sei darum eine Warnung, in der heutigen Zeit wachsam zu bleiben, schreibt ein Rezensent. In drei begleitenden Essays schildert der Herausgeber Götz Aly Lichtenstaedters Leben und zeigt, wie aktuell diese Texte über Antisemitismus, Völkermord und Hass heute wieder sind. Früh erkannte Lichtenstaedter die Gefahren des leisen und hinterhältigen deutschen Antisemitismus und des allgemeinen, oft unvermutet hervorbrechenden Minderheitenhasses.

Welche Lehren können aus den vorausschauenden Texten Lichtenstaedters gezogen werden? Wie kann die Beschäftigung mit dem Autor das Bewusstsein für solche Entwicklungen heute schärfen? Wo sieht der Herausgeber Parallelen zum Heute? Über diese und weitere Fragen möchten wir mit unserem Publikum und Götz Aly diskutieren.

Rückblick (© Adrian Jankowski; Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa):

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