„Verfemt – Verfolgt – Verraten“ – Zeitzeugengespräch mit Horst Selbiger

„Verfemt – Verfolgt – Verraten“ - Zeitzeugengespräch mit Horst Selbiger
  • Datum & Zeit
    20/04/2018, 11:00
  • Veranstaltungsort
    Ort der Information unter dem Stelenfeld
  • Zu Gast
    Horst Selbiger, Autor und Ehrenvorsitzender des Vereins „Child Survivors Deutschland – Überlebende Kinder der Shoah“
  • Kooperation
    Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Durch mein Leben habe ich gelernt: Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen!“ so Horst Selbiger in einer Rede anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz. Er wurde 1928 in Berlin geboren, wuchs im Nationalsozialismus auf und erlebte Ausgrenzung, Unterdrückung, Zwangsarbeit und Haft. Bereits auf die Deportationsliste nach Auschwitz gesetzt, rettete ihn die Demonstration nichtjüdischer Bewohner Berlins in der Rosenstraße. In der Hoffnung, an dem Aufbau eines antifaschistischen deutschen Staates mitwirken zu können, ging Horst Selbiger nach dem Krieg in die DDR. Nach Konflikten mit dem Staat wegen seinen journalistischen Tätigkeiten, nutzte er seinen Auftrag zur Berichterstattung zum Auschwitzprozess 1964 in Frankfurt, um die DDR zu verlassen.

Wir sprachen mit Horst Selbiger über seine Erfahrungen während des Nationalsozialismus, aber auch über die Zeit danach als Journalist in der DDR und später in Westberlin. „Welchen Einfluss hatte der immer stärker werdende Antisemitismus auf seine Kindheit und Jugendzeit?“, „Wie ist die antifaschistische Aufarbeitung in beiden Teilen Deutschlands nach dem Krieg zu bewerten?“ und „Sind heute alle Spuren des Faschistischen Systems aus unserer Gesellschaft beseitigt?“. Wir freuten uns über die Bereitschaft von Horst Selbiger, mit uns und unseren Gästen auf diese Fragen Antworten zu finden.

 

Hier erhalten Sie weitere Informationen über das Leben Horst Selbigers.

Foto: (c) Marko Priske