Mit dem Margot-Friedländer-Preis werden seit 2014 Jugendliche dazu aufgerufen, sich mit dem Holocaust, seiner Zeugenschaft, Überlieferung und historischen Kontinuitätslinien in interaktiven Projekten auseinanderzusetzen. Ziel ist es, junge Menschen zu unterstützen, sich gegen heutige Formen von Antisemitismus, Rassismus, Antiziganismus und Ausgrenzung und für eine pluralistische Migrationsgesellschaft einzusetzen.

Jetzt bis zum 8.11.2020 mit einer Projektidee für den Margot-Friedländer-Preis 2021 bewerben!

Der Margot-Friedländer-Preis vergibt ein Preisgeld von bis zu 5.000 Euro, das die Umsetzung, der von Jugendlichen entwickelten Projektideen, zwischen Januar und Juli 2021 ermöglichen soll. Während dieser Zeit bieten wir eine ausführliche pädagogische Begleitung in Form von Seminaren, Beratung und Vernetzung an.

Die Projekte sollen inhaltlich zwei dieser Themen bearbeiten:

  • Auseinandersetzung mit dem Holocaust und dem Gedenken an die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Menschen
  • Weiterführung der Zeugenarbeit in einer Zukunft ohne Zeitzeug*innen
  • Engagement gegen Antisemitismus, Rassismus, Antiziganismus und Ausgrenzung in der Gegenwart
  • Recherchen zu Kontinuitäten rechtsextremistischer, antisemitischer, rassistischer und antiziganistischer Gewalttaten und Strukturen nach 1945 in Deutschland

Teilnahmebedingungen

  • Eingang der vollständigen Bewerbung online
  • Bewerben können sich deutschlandweit Schüler*innen ab der Jahrgangsstufe 5 aller Schulformen und Auszubildende und Jugendliche bis 25 Jahre, die kein Studium begonnen haben
    • im Klassenverband, jahrgangsübergreifend, als Lern-, Projekt-, Arbeitsgruppe, als Schüler*innenvertretung oder Jugendgruppe, -initiative
    • Ausgenommen sind Abschlussklassen, wenn die Umsetzungsphase des Projekts in einen prüfungsrelevanten Zeitraum fällt.
    • Die Kooperation mit einem außerschulischen Lernort in der Umsetzungsphase ist möglich.
  • Das Projekt wird von den Jugendlichen möglichst eigenständig (unter Hilfestellung einer*s betreuenden Pädagog*in) entwickelt und umgesetzt und ist im Zeitraum von Januar 2021 – Juli 2021 durchführbar
  • Das Projekt enthält innovative und interaktive Elemente und hat das Potenzial, eine nachhaltige Wirkung für die Schülerschaft und das Umfeld zu entwickeln. Auch ein bestehendes Projekt kann in seiner Sichtbarkeit, Bekanntmachung oder Nachhaltigkeit unterstützt werden, z.B. durch virtuelle Projektpräsentationen oder Workshops von Jugendlichen für Jugendliche
  • Bei eingeschränkten Umsetzungsmöglichkeiten durch die Covid-19-Pandemie kann die Frist verlängert oder die Projektarbeit digital stattfinden

Verbindliche Bestandteile der Bewerbung

Bewerbungen können demnächst über das Onlineformular auf der Webseite der Schwarzkopf-Stiftung eingereicht werden. Die Entscheidung der Jury wird im Dezember bekannt gegeben und ist endgültig und nicht anfechtbar.

Bestandteile der Online-Bewerbung sind Angaben zur Zusammensetzung der Projektgruppe, eine kurze Projektbeschreibung (max. 5 Sätze), eine ausführliche inhaltliche Beschreibung der Projektidee von 1-2 Seiten (Was sind die Bezüge zu den inhaltlichen Kriterien des Preises und was soll erreicht werden?) und einen Plan der Umsetzungsphase von Januar – Juli 2021, sowie Angaben zu geplanten Ausgaben für die Umsetzung 2021.

Beratung

Gerne beraten wir bei Fragen direkt zur Ausschreibung. Ansprechpartnerin für den Preis ist Esther Spicker, E.Spicker@schwarzkopf-stiftung.de, Telefon +49 (0)30 7262 195-38.

Informationen zum Preis und eine Zusammenfassung der Teilnahmebedingungen befinden sich hier.

Weitere Hinweise und Tipps sind hier zusammengestellt.

Projektpartner und Jury

Der Margot-Friedländer-Preis ist ein Wettbewerb der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa ermöglicht durch Ernst & Young und die Berliner Sparkasse. Seit 2018 wird der Margot-Friedländer-Preis  von einer Jungen Jury beraten, die ihre Empfehlung für die preiswürdigsten und besonders jugendgerechten Projekte 2019 an Margot Friedländer und die Mitglieder der von ihr berufenen Jury übergibt. Diese Jury wiederum setzt sich zusammen aus Margot Friedländer, Dr. Cornelius Grossmann, Adolf Haasen, Ilka Keuper, Dr. Peter Matthias, Kai-Uwe Peter, André Schmitz-Schwarzkopf, Ulrich Plett, Ozan Keskinkilic. Die Entscheidung der Jury ist endgültig und nicht anfechtbar.

Mit dem „Schwarzkopf-Europa-Preis“ werden Institutionen oder Personen des öffentlichen Lebens geehrt, die sich in besonderer Weise durch ihr Engagement um die Europäische Verständigung, um das Zusammenwachsen Europas und seine friedliche, verantwortungsbewusste Rolle in der Welt verdient gemacht haben. Erfahren Sie mehr!

Bundesweit können sich Schüler*innen ab Klasse 5, freie Jugendgruppen und Auszubildende mit Projekten zur Auseinandersetzung mit dem Holocaust, Zeugenschaft und Ideen für Engagement gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung bewerben.

Die Schwarzkopf-Stiftung vergibt Reisestipendien, um jungen Menschen Gelegenheit zu geben, europäische Nachbarländer durch eine Studienreise zu erkunden und sich mit aktuellen politischen und kulturellen Entwicklungen in Europa auseinanderzusetzen.

Erfahren Sie mehr über die Geschichte der Stiftung und wie sich diese nach ihrer Gründung 1971 durch Pauline Schwarzkopf in Hamburg bis zur Übernahme der Schirmherrschaft für das EYP in 2004 entwickelt hat.

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