Zukunft des Erinnerns: Bundesweiter Margot-Friedländer-Preis 2018 an drei Schulprojekte verliehen

„Wofür ist dieser Preis? Er ist nicht für einen sportlichen Erfolg oder einen guten Aufsatz, den Ihr geschrieben habt. Er ist vielmehr eine Anerkennung für etwas unendlich Wichtiges, für Euer menschliches Engagement.“ Margot Friedländer 

Der Margot-Friedländer-Preis wurde dieses Jahr zum vierten Mal verliehen. Bei der Preisverleihung am 6. März 2018 im Max Liebermann Haus wurden drei Schulprojekte ausgezeichnet. In den nächsten Monaten arbeiten die Preisträger*innen in digitalen Projekten zum jüdischen Leben in Hamburg und Sachsen und forschen zur Deportation der Sinti in Braunschweig.

Die Laudatio hielt Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble. André Schmitz-Schwarzkopf überreichte gemeinsam mit Margot Friedländer die Preise. Die  Jungmusiker*innen Marei Schibilsky, Jae-Seung Lee und Fabian Sturm des Julius-Stern-Instituts begleiteten den Abend musikalisch.

Die Preisträger*innen 2018

  • „Nur gemeinsam geht ERINNERN – BEGEGNEN – RESPEKTIEREN“, Joseph-Carlebach-Schule Hamburg (1. Platz, 5.000 €). Schüler*innen der 11. Klasse entwickeln eine App, mit der die ehemalige Bornplatzsynagoge in Hamburg durchlaufen werden kann. Darüber hinaus werden Begegnungsprojekte initiiert.
  • „Die Sinti in Braunschweig gestern, heute und morgen“, Nibelungen-Realschule Braunschweig (2. Platz, 1.000 €). Die Gruppe wird in einem Interview- und Rechercheprojekt die Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Deportation der Braunschweiger Sinti begleiten.
  • „Nie wieder! Never Again!“, Oberschule „An Der Mulde“ in Rochlitz, Sachsen (3. Platz, 600 €). 10 Jugendliche aus Haupt- und Realschul-Klassen erarbeiten eine Zeitung zum jüdischen Leben vor, während und nach dem Holocaust. Dabei spielen Musik, Essen und Festtage, zu denen mit Zeitzeugen gearbeitet wird, eine Rolle.

Beiträge

Über den Preis

Mit dem Margot-Friedländer-Preis werden seit 2014 Jugendliche und Auszubildende dazu aufgerufen, sich mit dem Holocaust, seiner Überlieferung und Zeugenschaft in interaktiven Projekten auseinanderzusetzen und sich gegen heutige Formen von Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung einzusetzen. Die Projekte sind zum Zeitpunkt der Preisverleihung noch nicht abgeschlossen. Der Margot-Friedländer-Preis wird jährlich im Juni neu ausgeschrieben.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Förderern des Margot-Friedländer-Preises: Dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministeriums, bei Ernst & Young und der Berliner Sparkasse.

Bilder: © Schwarzkopf-Stiftung, Adrian Jankowski.

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