Filmvorführung: „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ mit anschließendem Gespräch

Die Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas laden herzlich zur Schulkinoveranstaltung ins Babylon Berlin ein. Gezeigt werden soll das Dokudrama »Die Unsichtbaren – Wir wollen leben«, am 9. Oktober, 10-13 Uhr, im Kino Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin. Der Film erzählt die Geschichte junger Jüdinnen und Juden, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Berlin untertauchten und versuchten zu überleben.

Berlin, 1943. Das Nazi-Regime hat die Reichshauptstadt offiziell für „judenrein“ erklärt. Doch einigen Juden gelingt tatsächlich das Undenkbare. Sie werden unsichtbar für die Behörden. Oft ist es pures Glück und ihre jugendliche Unbekümmertheit, die sie vor dem gefürchteten Zugriff der Gestapo bewahrt. Nur wenige Vertraute wissen von ihrer wahren Identität. Da ist Cioma Schönhaus, der heimlich Pässe fälscht und so das Leben dutzender anderer Verfolgter zu retten versucht. Die junge Hanny Lévy blondiert sich die Haare, um als scheinbare Arierin unerkannt über den Ku’damm spazieren zu können. Eugen Friede verteilt nachts im Widerstand Flugblätter. Tagsüber versteckt er sich in der Uniform der Hitlerjugend und im Schoße einer deutschen Familie. Und schließlich ist da noch Ruth Gumpel, die als Kriegswitwe getarnt, NS-Offizieren Schwarzmarkt-Delikatessen serviert. Sie alle kämpfen für ein Leben in Freiheit, ohne wirklich frei zu sein… DIE UNSICHTBAREN ist ein außergewöhnliches Drama, dessen Drehbuch auf Interviews basiert, die Regisseur Claus Räfle und Ko-Autorin Alejandra López mit Zeitzeugen geführt und in ihren Film integriert haben. Sie erzählen die spannende und hoch emotionale Geschichte dieser wagemutigen Helden und widmen sich damit einem weitgehend unbekannten Kapitel des jüdischen Widerstands.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit der Schauspielerin Alice Dwyer statt, die im Film eine der Hauptrollen – die junge Jüdin Hanny Lévy – verkörpert, zusammen mit der Ko-Autorin des Films, Alejandra López, und dem Historiker Oliver Gaida. Das Gespräch wird von der Berliner Filmemacherin Britta Wauer moderiert. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern möchten die Podiumsteilnehmer/-innen über die Menschen und die historischen Inhalte im Film sowie deren Bedeutung für unsere heutige Gesellschaft sprechen. Die Filmvorführung »Die Unsichtbaren«, die einen eindrucksvollen Zugang zur Geschichte von Verfolgung, Mut und Zivilcourage bietet, ist bewusst dafür angedacht, im Anschluss an den Film mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen: »Was hat diese Geschichte mit mir heute zu tun?«

Die Veranstaltung ist kostenlos und richtet sich insbesondere an Schulklassen der Sekundarstufen I und II. Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen, stimmen Sie zu, dass dort entstandene Foto- und Filmaufnahmen veröffentlicht werden dürfen.

Wir freuen uns, Sie und Ihre Schülerinnen und Schüler bei dieser besonderen Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Wir bitten um Ihre formlose Anmeldung bis zum 08. Oktober 2026 unter events@schwarzkopf-stiftung.de .