Junge Islam Konferenz

Die Junge Islam Konferenz (JIK) ist mehr als eine Konferenz – sie ist ein Netzwerk junger engagierter Menschen und Multiplikator*innen für Themen rund um Vielfalt und Zusammenhalt in der Migrationsgesellschaft.

Facts & Figures

  • Die JIK gibt es schon seit 2011. Sie wurde damals gegründet, um ein Gegennarrativ einer jungen Generation zu entwerfen, in der pluralistische Lebenswelten als positive Realität wahrgenommen und als Normalität gelebt werden.
  • Die JIK ist kein religiöses Projekt und kein Forum nur für Muslime. Es geht um den Umgang mit Differenz, um die Akzeptanz von Diversität und um Zugehörigkeit. Es geht um unser Zusammenleben in Deutschland.
  • Die JIK ist mehr als eine Konferenz. Sie ist ein Netzwerk von mehr als 400 ehemaligen Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland, die das ganze Jahr über als Multiplikator*innen aktiv sind.

Als Dialogforum und Empowerment-Raum für junge Menschen greift die Junge Islam Konferenz Fragen zu einem konstruktiven und gleichberechtigten Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft auf. Die JIK setzt sich auf verschiedene Weise mit dem Thema Islam in Deutschland auseinander, leistet Bildungsarbeit und ermöglicht Perspektivwechsel zwischen jungen Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Erfahrungen.

Junge Menschen, die strukturell benachteiligt und deren Stimmen und Perspektiven gesellschaftlich marginalisiert werden, finden bei der JIK Räume, sich gegenseitig zu bestärken, ihre Bedarfe offen zu kommunizieren und gemeinsam aktiv zu werden. Nicht von Rassismus Betroffene werden zu Allies (Verbündete) für marginalisierte Gruppen, indem sie sich gesellschaftliche Benachteiligungen, ihre eigenen Privilegien und die damit einhergehende Verantwortung bewusst machen und entsprechend handeln.

Als Allianz entwickeln sie ein postmigrantisches Selbstverständnis, in dem Differenzen anerkannt und radikale Vielfalt gelebt werden. Die gesellschaftliche Debatte rund um Islam und Muslim*innen und weitere gesellschaftliche Themen wie Teilhabe, Zugehörigkeit und Pluralität werden gemeinsam bearbeitet und im öffentlichen Diskurs werden neue Impulse gesetzt.

Die Junge Islam Konferenz wurde 2011 in Berlin als Projekt der Humboldt-Universität und der Stiftung Mercator gegründet. Seit Oktober 2019 ist die JIK ein eigener Programmbereich der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa.

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Eindrücke von der zehnten JIK-Bundeskonferenz als hybride Konferenz

Miteinander diskutieren

Die jährliche Bundeskonferenz bringt 40 junge Menschen mit unterschiedlichen Biografien und Hintergründen aus dem ganzen Bundesgebiet zusammen. In einem mehrtägigen Programm diskutieren sie über die deutsche Migrationsgesellschaft, über die Chancen und Herausforderungen für junge Menschen. In Workshops werden islambezogene Themen diskutiert: intensiv, freundlich und fundiert, von Expert*innen begleitet. Jedes Jahr gibt es ein besonders aktuelles Kernthema.

© Astrid Piethan

Diskurse verändern

Inspiriert vom Konzept der TED Talks präsentieren sich die JIK Talks als innovatives Format der Jungen Islam Konferenz. Sie basieren auf einer Idee des Gremiums und haben zum Ziel, islambezogene Debatten unterschiedlich zu beleuchten und konstruktiv weiterzuführen. Es geht darum, jenseits von Klischees, stereotypen Bildern und gefühlten Wahrheiten neue Impulse entgegenzusetzen und auf Augenhöhe miteinander zu sprechen.

© Laurent Hoffmann

Medien machen

Mithilfe von Expert*innen wird jungen BIPoC und/oder muslimisch gelesenen Menschen aus dem JIK-Netzwerk in der Medienakademie über ein Jahr lang journalistisches Schreiben, der Umgang mit Presse und redaktionelle Arbeit nähergebracht. Zusätzlich zu den inhaltlichen und praktischen Inputs werden sie auch selbst redaktionell tätig und erarbeiten gemeinsam ein Magazin. Die Themen legen sie selbst fest.

Multiplikator*innen ausbilden

Die im Jahr 2020 neu entstandene Sommerakademie ist das Qualifizierungsformat der JIK. Sie richtet sich verstärkt an das junge Netzwerk, ist jedoch offen für Neuzugänge.

Die Sommerakademie ist ein kollektiver Lernraum mit dem Ziel, tiefer in Themenschwerpunkte einzusteigen, das Erlernte in den eigenen Lebenskontexten als Multiplikator*innen anzuwenden und weiterzutragen.

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