Fake News – Wie russische Desinformation unsere Demokratie herausfordert

Wir freuen uns sehr, Sie zu der Veranstaltung „Fake News – Wie russische Desinformation unsere Demokratie herausfordert “ einzuladen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 21.05.2026 um 17:30 Uhr in der Schwarzkopf Stiftung Junges Europa statt.

Nachgebaute Nachrichtenseiten, gefälschte Artikel und Bot-Netzwerke: Russische Desinformation ist längst kein abstraktes Phänomen mehr. Im Rahmen der „Doppelgänger-Kampagne“ etwa wurden täuschend echte Kopien von Spiegel, Süddeutscher Zeitung und Bild ins Netz gestellt, gefüllt mit prorussischen Narrativen. So wurde etwa behauptet, die Bundesregierung vernachlässige die eigene Bevölkerung zugunsten der Ukraine; zugleich forderten entsprechende Beiträge vielfach einen Stopp der Waffenlieferungen. Über 750.000 Menschen in Deutschland haben solche Inhalte innerhalb eines achtmonatigen Zeitraums nach Analysen des Bayrischen Landesamts für Verfassungsschutz gesehen.

Beispiele wie dieses zeigen, wie professionell und strategisch Desinformation heute eingesetzt wird. Sie zielt nicht nur darauf ab, einzelne Falschnachrichten zu verbreiten, sondern Vertrauen in Medien, Institutionen und demokratische Prozesse systematisch zu untergraben. Russische Desinformation stellt damit eine ernsthafte Herausforderung für die liberale Demokratie in Europa dar.  Angesichts dieser Bedrohung hat die EU das European Democracy Shield gestartet, eine Initiative zum Schutz vor Falschinformationen und Einflussnahme, die unter anderem die Einrichtung eines europäischen Fact-Checker-Netzwerks sowie eine stärkere Vernetzung der Zivilgesellschaft vorsieht. Aber reicht das wirklich?

Wir freuen uns sehr, zu diesem Thema Julia Smirnova, Senior Researcherin bei CeMAS und Expertin für digitalen Autoritarismus und russische Einflusskampagnen, am Donnerstag, den 21.  Mai 2026, um 17:30 Uhr in der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa begrüßen zu dürfen.

Gemeinsam mit Ihnen und Julia Smirnova möchten wir über folgende und weitere Fragen diskutieren: Wie gefährlich ist Desinformation für den demokratischen Zusammenhalt in Deutschland und Europa? Wie hat sich die Intensität russischer Einflusskampagnen seit dem Angriff auf die Ukraine 2022 verändert? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zwischen Desinformationsstrategien verschiedener Staaten und Akteure weltweit – etwa im Vergleich zu Russland, China oder auch westlichen Kontexten? Was kann Europa daraus lernen? Was sind wirksame Maßnahme gegen die Verbreitung von Falschinformationen?  Was bringen beispielsweise Initiativen wie das European Democracy Shield und ähnliche Initiativen konkret – und wo sind ihre Grenzen? Tragen Plattformen wie X oder TikTok genug Verantwortung?  Wie wird sich Desinformation durch aktuelle Entwicklungen, wie Künstliche Intelligenz, in den nächsten Jahren verändern?

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Young European Security Talks“ statt. Mit dieser Reihe möchten wir gemeinsam mit jungen Menschen aktuelle sicherheitspolitische Fragestellungen diskutieren – im Gespräch mit Expert*innen und Entscheidungsträger*innen.

Über Ihre Teilnahme freuen wir uns sehr und bitten um eine verbindliche Anmeldung bis zum 20.05.2026.

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