»Ich habe mich nicht getraut zu fragen.« – Zeitzeugengespräch mit Christian Pfeil

Wir freuen uns sehr, Sie zu der Veranstaltung „Ich habe mich nicht getraut zu fragen“ einzuladen. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 07.10.2026 um 11.00-12:30 Uhr im Ort der Information, Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin statt.

Die Familie Pfeil stammt aus Trier. 1940 verschleppten die Nationalsozialisten sie aus ihrer Heimatstadt in das besetzte Polen. Christian Pfeil kam (vermutlich) im Januar 1944 im Ghetto Lublin zur Welt. Die Eltern und Geschwister mussten in Konzentrationslagern Zwangsarbeit leisten. Nach ihrer Befreiung 1945 kehrten sie mit dem Baby nach Deutschland zurück. In seiner Kindheit erlebte Pfeil Ausgrenzung und Anfeindungen. Mit 26 Jahren eröffnete er in Trier ein Lokal, trat erfolgreich als Musiker auf, erlangte lokale Berühmtheit. In den 1990er Jahren bedrohten ihn Rechtsextreme aufgrund seines antifaschistischen Engagements. 2015 begann Christian Pfeil, die traumatische Geschichte seiner Familie aufzuarbeiten und öffentlich zu sprechen, unter anderem vor dem Europäischen Parlament und den Vereinten Nationen. Es ist ihm wichtig, auch die bis heute andauernden Nachwirkungen der Verfolgung der Sinti und Roma ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Seit einigen Jahren unterstützt sein Neffe Sacha Höhn ihn bei seinem Engagement.

Programm

  • Begrüßung
    Sarah Friedrich, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
    Darius Elahi, Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa
  • Gespräch
    Christian Pfeil und Sacha Höhn mit Jana Mechelhoff-Herezi
  • Fragen / Diskussionsrunde mit Schüler/-innen

Über Ihre Teilnahme freuen wir uns sehr. Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung bis zum 06.10.2026 .

    Vielen Dank für Ihre Anmeldung.