Online-Auftakt: Antimuslimischer Rassismus im Leben von Mädchen* und jungen Frauen*

Unser Projekt „Antidiskriminierungsarbeit mit Mädchen und jungen Frauen“ blickt intersektional auf antimuslimischen Rassismus – in seiner Verschränkung mit Sexismus, Geschlechterbildern und Queerfeindlichkeit. Den Auftakt machen zwei Expert*innen aus Forschung und Praxis.

Muslimische Mädchen* und Frauen* stehen seit Jahren im Zentrum öffentlicher Debatten; gesprochen wird dabei meist über ihren Glauben und das Kopftuch, ihre Zugehörigkeit verhandelt. Zu Wort kommen sie dabei selten. Dabei zeigt gerade ihre Lebensrealität, dass antimuslimischer Rassismus nie für sich allein steht. Er verschränkt sich mit Sexismus und Geschlechterbildern, mit Queerfeindlichkeit, mit sozialer Herkunft und weiteren Formen von Diskriminierung. Wer eine Frau* mit Kopftuch abwertet, wer muslimische Mädchen* entweder als unterdrückt oder als bedrohlich darstellt, wer queeren Muslim*innen ihre Zugehörigkeit abspricht, verbindet rassistische und geschlechtsbezogene Zuschreibungen auf eine Weise, die sich nur intersektional verstehen lässt.

Genau hier setzt unser Projekt „Antidiskriminierungsarbeit mit Mädchen und jungen Frauen“ an. Wir wollen antimuslimischen Rassismus nicht eindimensional betrachten, sondern in seinem Zusammenwirken mit Rassismus, Sexismus, Gender- und Geschlechterfragen sowie Queerfeindlichkeit sichtbar machen und die Perspektiven derjenigen in den Mittelpunkt stellen, die davon betroffen sind. Den Auftakt bildet diese Online-Veranstaltung: Zwei Expert*innen geben fachliche Impulse aus Forschung und Praxis, die zugleich die Grundlage für eine Werkstattreihe bilden, die wir in den kommenden Wochen gemeinsam mit unseren Peer-Begleiterinnen entwickeln.

Die Veranstaltung ist offen für alle: für muslimische und nicht-muslimische Menschen, für Betroffene und Verbündete, für Fachkräfte aus Schule, Jugendarbeit und Bildung, für Engagierte aus Zivilgesellschaft und Politik und für alle, die mehr über das Thema erfahren möchten.

Die Referent*innen

Ouassima Laabich ist Referentin, Community Organizerin und Expertin für intersektionale Rassismuskritik und antimuslimischen Rassismus. Sie hat Public Policy an der Hertie School studiert, in der Forschung gearbeitet und ist seit vielen Jahren in der muslimischen Jugend- und Empowermentarbeit aktiv, unter anderem als Gründerin des Projekts Muslim Futures. Ihr Input widmet sich der Verschränkung von Rassismus mit Geschlechterfragen, Feminismus und Sexismus und der Frage, warum neue Perspektiven und Allianzen so wichtig sind.

Dr. Cihan Sinanoğlu ist Sozialwissenschaftler und leitet am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) den Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa). 2024 war er Mitglied der Expertinnenkommission zu antimuslimischem Rassismus im Land Berlin. Er gibt einen Überblick über den Forschungsstand, ordnet antimuslimischen Rassismus politisch ein und richtet den Blick auf die Situation von Mädchen und jungen Frauen*.

Ablauf

17:00 Uhr – Begrüßung, Grußwort und Vorstellung des Projekts
17:30 Uhr – Input Dr. Cihan Sinanoğlu
18:00 Uhr – Input Ouassima Laabich
18:30 Uhr – Raum für Fragen und Austausch
19:00 Uhr – Ende

Teilnahme

Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Zum Termin einfach über diesen Link einwählen:

Zum Zoom-Meeting:

Meeting-ID: 726 219 5001 | Kenncode: 239249

Hinweis: Die Veranstaltung wird für projektinterne Zwecke aufgezeichnet. Wer nicht in der Aufzeichnung erscheinen möchte, kann Kamera und Mikrofon ausgeschaltet lassen und Fragen über den Chat stellen.

Wie es weitergeht

Der Auftakt ist der Startpunkt für unsere Werkstattreihe für muslimische Mädchen* und junge Frauen* zwischen 16 und 24 Jahren in Berlin. In vier Treffen entsteht ein Safer Space für Austausch, für gemeinsames Nachdenken über Handlungsmöglichkeiten und für ein kreatives Projekt, das im Dezember veröffentlicht wird. Begleitet werden die Gruppen von ausgebildeten Peers, die selbst Erfahrungen mit antimuslimischem Rassismus gemacht haben.

Alle Infos zur Teilnahme an den Werkstätten findet ihr in unserem Open Call.

Schön, dass du dabei sein möchtest! Melde dich hier für unsere Online-Auftaktveranstaltung „Antimuslimischer Rassismus bei Mädchen* und jungen Frauen*“ an.

    Hallo,

    vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Auftaktveranstaltung „Antimuslimischer Rassismus bei Mädchen* und jungen Frauen*“! Wir freuen uns, dass Sie dabei sind.

    📅 Donnerstag, 29. Oktober 2026
    ⏰ 17:00–19:00 Uhr
    💻 Online via Zoom

    Hier können Sie sich zum Termin einwählen:
    https://us02web.zoom.us/j/7262195001?pwd=VTlUUWVieDlrWVVKYXl6dE5LNWlyUT09&omn=89412172651

    Meeting-ID: 726 219 5001
    Kenncode: 239249

    Telefonische Einwahl (Deutschland):
    +49 69 5050 0952 oder +49 69 5050 2596

    Nach der Begrüßung und Vorstellung des Projekts erwarten Sie Inputs von Dr. Cihan Sinanoğlu (DeZIM) und Ouassima Laabich, im Anschluss ist Raum für Ihre Fragen.

    Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung wird für projektinterne Zwecke aufgezeichnet. Wenn Sie nicht in der Aufzeichnung erscheinen möchten, können Sie Kamera  ausgeschaltet lassen.

    Wir freuen uns auf Sie!

    Herzliche Grüße

    Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa