Rente, Reformen, Generationengerechtigkeit: Wie viel Zukunft steckt in der Jungen Union

Wir freuen uns sehr, Sie zu der Veranstaltung „Rente, Reformen, Generationengerechtigkeit: Wie viel Zukunft steckt in der Jungen Union“ einzuladen. Die Veranstaltung findet am 11.11.2026 um 17:30 Uhr in der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa statt.

Über Jugendliche debattieren, für Jugendliche entscheiden, aber nur selten mit Jugendlichen sprechen: In den Parlamenten und politischen Diskursen sind junge Perspektiven noch immer deutlich unterrepräsentiert. Das wollen wir ändern! Was bewegt junge Menschen in Deutschland heute? Welche politischen Themen sind ihnen wichtig? Und wie können sie selbst Einfluss nehmen? In unserer dreiteiligen Reihe sprechen wir mit den Vorsitzenden verschiedener politischer Jugendorganisationen darüber, wie junge Menschen Politik mitgestalten können, welche Themen sie bewegen und welche Rolle Jugendorganisationen in unserer Demokratie spielen. 

Wer heute 18 ist, geht voraussichtlich erst in den 2070er-Jahren in Rente. Wie diese Rente aussehen wird, entscheidet sich aber schon jetzt. Mit dem Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge stehen immer weniger Beitragszahlende immer mehr Rentner*innen gegenüber.

Wie groß die Sprengkraft des Themas ist, zeigte sich Ende 2025. Damals beriet der Bundestag über ein Rentenpaket, dass das Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent festschreibt und die Mütterrente ausweitet. 22 Ökonom*innen warnten in einem gemeinsamen Appell, die Reform verlagere die Lasten der Rente einseitig auf die Jüngeren. Auch die Junge Gruppe der Unionsfraktion stellte sich gegen das Paket. Die 18 Abgeordneten aus den Reihen der Jungen Union kritisierten vor allem Folgekosten von rund 118 Milliarden Euro nach 2031. Johannes Winkel stimmte schließlich gegen das Paket der eigenen Regierung. Die Politik dürfe nicht länger nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ verfahren, sagte er der Süddeutschen Zeitung.

Verabschiedet wurde das Paket dennoch, verbunden mit der Zusage grundlegender Reformen. Im Juni 2026 hat die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission 33 Empfehlungen vorgelegt. Dazu gehören die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung und die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. Eigentlich hat die Koalition zugesagt, die Vorschläge umzusetzen. Seitdem wird jedoch darüber gestritten, ob sie tatsächlich unverändert übernommen werden. Teile der Union bestehen auf einer vollständigen Umsetzung, die SPD fordert Änderungen, und auch mehrere ostdeutsche CDU-Ministerpräsidenten lehnen die Abschaffung der Rente nach 45 Beitragsjahren ab. Johannes Winkel warnt vor einer Abschwächung der Reform. Von Bundeskanzler Friedrich Merz fordert er, den Kurs auch gegen Widerstände aus den eigenen Reihen durchzuhalten.

Die Rente ist dabei nur ein Beispiel für die grundsätzliche Frage, wie Lasten und Chancen zwischen den Generationen verteilt werden. Im März 2025 änderten Bundestag und Bundesrat das Grundgesetz. Über ein Sondervermögen für Infrastruktur und die Ausnahme von Verteidigungsausgaben von der Schuldenbremse nimmt der Bund seither Kredite in Höhe mehrerer hundert Milliarden Euro auf. Zinsen und Tilgung dieser Kredite binden künftige Haushalte. Ob dies eine Belastung oder eine notwendige Investition in die Zukunft junger Menschen ist, bleibt umstritten. Johannes Winkel kritisierte damals, die Koalition setze lieber auf bequeme Schulden als auf unbequeme Reformen.

Vor diesem Hintergrund freuen wir uns sehr, Johannes Winkel, seit 2022 Bundesvorsitzender der Jungen Union und seit 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages, am Mittwoch, den 11. November 2026, um 17:30 Uhr in der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa begrüßen zu dürfen.

Gemeinsam mit Ihnen und Johannes Winkel möchten wir über folgende und weitere Fragen diskutieren: Wie lässt sich die Rente so reformieren, dass sie langfristig finanzierbar bleibt, ohne einzelne Gruppen unverhältnismäßig zu belasten? Welche Rolle können eine längere Lebensarbeitszeit und kapitalgedeckte Vorsorge dabei spielen, und wie viel Veränderung ist politisch überhaupt durchsetzbar? Wie lassen sich Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung finanzieren, ohne kommende Generationen zu sehr zu belasten? Wer entscheidet darüber, welche Investitionen heute Vorrang haben, wenn künftige Haushalte für sie aufkommen müssen? Und wie können junge Menschen erreichen, dass ihre Interessen in politischen Entscheidungen stärker berücksichtigt werden?

Über Ihre Teilnahme freuen wir uns sehr und bitten um eine verbindliche Anmeldung bis zum 10.11.2026 online oder per E-Mail.

Teil der Diskussionsreihe: Wer gestaltet die Politik von morgen? Die Jugendorganisationen der Parteien im Gespräch

29.09. – Henriette Held
Wer trägt die Kosten? Die Grüne Jugend über Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und politische Teilhabe
Im Gespräch mit Henriette Held, Bundessprecherin der Grünen Jugend

08.10. – Philipp Türmer
Was bedeutet soziale Gerechtigkeit heute? Die Jusos über Erbschaftsteuer, Schulden und gerechte Chancen
Im Gespräch mit Philipp Türmer, Bundesvorsitzender der Jusos

11.11. – Johannes Winkel
Rente, Reformen, Generationengerechtigkeit: Wie viel Zukunft steckt in der Jungen Union?
Im Gespräch mit Johannes Winkel, Bundesvorsitzender der Jungen Union und Mitglied des Deutschen Bundestages

    Vielen Dank für Ihre Anmeldung.