Women, Peace and Security – Zwischen Friedenssicherung und Geschlechtergerechtigkeit

Wir freuen uns sehr, Sie zu der Veranstaltung „Women, Peace and Security – Zwischen Friedenssicherung und Geschlechtergerechtigkeit“ einzuladen. Die Veranstaltung findet am Montag, den 09.10.2026 um 17:30 Uhr in der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa statt.

Frauen sind in bewaffneten Konflikten in besonderer Weise betroffen und zugleich spielen sie eine zentrale Rolle dabei, Frieden zu schaffen und nachhaltig zu sichern. Diese Perspektive stellte der UN-Sicherheitsrat im Jahr 2000 mit der einstimmig verabschiedeten Resolution 1325 in den Fokus. Frauen sollten nicht allein als Opfer von Konflikten betrachtet werden, sondern als aktive Akteurinnen, deren Beteiligung für die Prävention von Konflikten, Friedensprozesse und nachhaltige Friedenssicherung entscheidend ist. Aus dieser Resolution entstand die UN-Agenda „Women, Peace and Security“, die bis heute den Rahmen für die internationale Förderung von Frauen in Friedens- und Sicherheitsprozessen bildet.

Mehr als 25 Jahre nach der Verabschiedung der Resolution stellt sich jedoch weiterhin die Frage, wie dieser Anspruch in der Praxis umgesetzt wird. Denn wer über nachhaltigen Frieden spricht, muss auch danach fragen, wer an Entscheidungen über Frieden und Sicherheit beteiligt ist. Frauen sind in politischen Entscheidungsprozessen und Friedensverhandlungen weltweit weiterhin deutlich unterrepräsentiert. 2026 halten Frauen 27,4 Prozent der Sitze in nationalen Parlamenten. In von den Vereinten Nationen geleiteten, mitgeleiteten oder unterstützten Friedens- und Verfassungsprozessen lag ihr Anteil an den Verhandler*innen bzw. Delegierten 2024 bei durchschnittlich lediglich 18 Prozent. Die Frage nach der Beteiligung von Frauen ist dabei eng mit der Frage nach den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für Frieden verbunden. Wer an Friedensprozessen teilhaben kann, hängt auch davon ab, wer Zugang zu politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ressourcen hat.

Das BMZ versteht Feministische Entwicklungspolitik als einen Ansatz, der bestehende Formen von Diskriminierung und Ungleichheit abbauen und gerechtere gesellschaftliche Strukturen fördern soll. Dabei spielen insbesondere Frauen als Wissens- und Entscheidungsträger*innen eine wichtige Rolle. Ziel ist es, allen Menschen, unabhängig von Geschlecht und Herkunft, die Möglichkeit zu geben ihr Potential zu entfalten und sich aktiv, gesellschaftlich zu beteiligen.

Vor diesem Hintergrund freuen wir uns sehr, Birgit Pickel, Abteilungsleiterin für Nachhaltige Entwicklung und Klima des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), am Montag, den 09. November 2026, um 17:30 Uhr in der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa begrüßen zu dürfen.

Gemeinsam mit Birgit Pickel und Ihnen möchten wir über folgende und weitere Fragen diskutieren: Worum geht es bei Entwicklungszusammenarbeit? Wie kann Entwicklungszusammenarbeit Konfliktregionen langfristig stabilisieren und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken? Welche Aufgaben übernimmt das BMZ und wie unterscheidet sich seine Arbeit von der des Auswärtigen Amts? Wie kann Entwicklungszusammenarbeit die Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen unterstützen? Welche Rolle spielen Geschlechtergerechtigkeit und die Beteiligung von Frauen für nachhaltige Entwicklung und Frieden? Wie äußert sich feministische Entwicklungspolitik in der Praxis? Welche Herausforderungen entstehen bei der Umsetzung feministischer Entwicklungspolitik in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten?

    Vielen Dank für Ihre Anmeldung.