Die ausgezeichneten Projekte 2025

„Ein Fest für Käte Laserstein“ – Gail S. Halvorsen Schule

Anlässlich des 125. Geburtstags von Dr. Käte Laserstein, die von 1954 bis 1965 Lehrerin an der heutigen Gail S. Halvorsen Schule war, setzen sich Schülerinnen der 9. und 10. Klassen kreativ mit ihrer Biografie auseinander. Dr. Laserstein wurde während der NS-Zeit aufgrund ihrer jüdischen Herkunft aus dem Schuldienst entlassen, überlebte im Berliner Untergrund, emigrierte 1946 nach Schweden und kehrte später nach Berlin zurück. Die Schülerinnen gestalten eine künstlerische Geburtstagsfeier für die ehemalige Lehrerin, die sowohl reale Rückblicke als auch fiktive Projektionen beinhaltet. So entsteht ein lebendiger Beitrag zur Erinnerungskultur an der Schule und darüber hinaus.

Auszeichnung des Projekts: Ein Fest für Käte Laserstein

Foto: Stefanie Loos

„Inge Deutschkron: Eine Stimme gegen das Vergessen“ – Inge-Deutschkron-Gymnasium

In einem Kurzfilm setzen sich Schülerinnen mit dem Leben von Inge Deutschkron während der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Sie übernehmen dabei selbst die Darstellung historischer Szenen und erzählen so die bewegende Geschichte der Berliner Jüdin, die im Untergrund überlebte und sich Zeit ihres Lebens gegen das Vergessen einsetzte. Ziel des Films ist es, insbesondere jüngere Schülerinnen – etwa an Grundschulen – für die Thematik des NS-Antisemitismus zu sensibilisieren und Empathie sowie Zivilcourage zu stärken. Das Projekt ist Teil einer intensiven Auseinandersetzung der Schulgemeinschaft mit der Biografie ihrer Namensgeberin – auch über den Unterricht hinaus, etwa durch Kunstausstellungen und Fotowettbewerbe.

Auszeichnung des Projekts: Inge Deutschkron: Eine Stimme gegen das Vergessen

Foto: Stefanie Loos

„Chug Chaluzi: Unmöglicher jüdischer Widerstand im nationalsozialistischen Berlin?!“ – Inge-Deutschkron-Gymnasium

Mit einem Podcast und einer begleitenden Ausstellung machen Schüler*innen die weitgehend unbekannte Geschichte des jüdischen Widerstandskreises Chug Chaluzi für ein junges Publikum zugänglich. Die Ausstellung ist zunächst für das schulische Umfeld geplant, soll aber perspektivisch auch als Wanderausstellung umgesetzt werden. Begleitend werden Archiv- und Recherchearbeiten durchgeführt, um historische Arbeitsweisen kennenzulernen und das Projekt wissenschaftlich zu fundieren. Ziel ist es, die kaum beleuchtete Geschichte dieser Widerstandsgruppe sichtbar zu machen und neue Impulse in der Erinnerungskultur zu setzen.

Auszeichnung des Projekts: Chug Chaluzi: Unmöglicher jüdischer Widerstand im nationalsozialistischen Berlin?!

Foto: Stefanie Loos

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