Margot-Friedländer-Preis

Der Margot-Friedländer-Preis 2022

Bewerbungsphase abgeschlossen!

Der Margot-Friedländer-Preis ruft seit 2014 Jugendliche dazu auf, sich in eigenen interaktiven Projekten mit dem Holocaust, seiner Zeugenschaft, Überlieferung und historischen Kontinuitätslinien auseinanderzusetzen. Ziel ist es, junge Menschen dabei zu unterstützen, sich gegen heutige Formen von Antisemitismus, Rassismus, Antiziganismus sowie Ausgrenzung und für eine pluralistische Migrationsgesellschaft einzusetzen.

Benannt nach der Zeitzeugin und Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer hält der Preis die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus auch in den jüngeren Generationen lebendig. Die Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa trägt hierzu mit einem Preisgeld und pädagogischer Begleitung der ausgezeichneten Projektideen bei.

„Wofür ist dieser Preis? Er ist nicht für einen sportlichen Erfolg oder einen guten Aufsatz, den Ihr geschrieben habt. Er ist vielmehr eine Anerkennung für etwas unendlich Wichtiges, für Euer menschliches Engagement. Sagt Eure Meinung! Seid wachsam! Seid Menschen!“

Margot Friedländer

Die Preisträger*innen 2021

Spuren im Stadtbild – Verfolgung und Enteignung jüdischer Leipziger:innen“, Humboldtschule, Gymnasium der Stadt Leipzig

Die Projektgruppe erforscht die Geschichte von historischen Gewerbe- und Geschäftshäusern, die von den Nationalsozialist*innen „arisiert“ und geraubt wurden. Sie suchen nach Informationen über ehemalige jüdische Eigentümer*innen und die Nutzung durch die Begünstigten bis heute.

Tagebuch der Gefühle“, SBH-Südost GmbH / Standort Halle

Schüler*innen aus vier unterschiedlichen Schulformen in Leipzig arbeiten seit gut acht Jahren an dem „Tagebuch der Gefühle“. Sie verfolgen darin den Leidensweg der jüdischen Bevölkerung aus Europa und halten ihre Gedanken und Gefühle in Tagebüchern fest, um sie dann für den Unterricht zu nutzen.

Unvergessen-Podcast“, Johann-Conrad-Schlaun Berufskolleg Warburg

In einem Podcast mit 15-25 Episoden macht die Gruppe regionale Erfahrungen von Ausgrenzung, Diskriminierung, Migration und Minderheiten sichtbar. Die einzelnen Folgen befassen sich mit thematischen Hintergründen, Interviews mit Expert*innen und persönlichen Biografien von Verfolgten.

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Die Preisträger*innen 2021 stellen sich vor

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Anerkennungspreise 2021

„Erinnern für die Gegenwart“, Deutsche Schule Medellin, Kolumbien

Schüler*innen der Deutschen Schule Medellin und der Theodor Hertzl Schule Medellin haben insgesamt 7 Workshops zum Thema Holocaust vorbereitet und bieten diese an ganztägigen Veranstaltungen anderen Schüler*innen und der Öffentlichkeit an.

„In meiner Tasche – In My Pocket“, Freie Schule Kassel

Die Projektgruppen (Grundschule) beschäftigen sich mit der Geschichte jüdischen Lebens in Kassel. Anhand der Biografie „In my pocket“ von Dorrith Sim, die mit einem Kindertransport nach Großbritannien fliehen konnte, gehen die Schüler*innen auf Spurensuche und vernetzen sich mit einer Partnerschule am Exilort von Dorith Sim.

Preisträger*innen 2014–2020

  • 2020: Ausgezeichnet mit dem Preis wird die Freie Schule Anhalt in Köthen-Sachsen Anhalt für das Projekt „Wege der Erinnerung" - Spuren jüdischen Lebens in Köthen“.

  • 2020: Ausgezeichnet mit dem Preis wird die Elly-Heuss-Knapp-Realschule in Köln, NRW für das Projekt „Bilderbücher gegen das Vergessen“.

  • 2020: Ausgezeichnet mit dem Preis wird das Gymnasiums Süderelbe in Neugraben, Hamburg für das Projekt „Erinnern an die 500 inhaftierten jüdischen Frauen des KZ Außenlagers Neugraben“ 

  • 2020: Einen Anerkennungspreis erhielt das Kurfürst Joachim Friedrich Gymnasium Wolmirstedt in Sachsen Anhalt für das Projekt „Der gestrandete Zug“ – Schicksale, an die erinnert werden soll“

  • 2019: Ausgezeichnet wird das Stelen-Projekt „Wege der Erinnerung in der Gemeinde Nohfelden“ der Stolperstein-AG der Gemeinschaftsschule Nohfelden, Saarland.

  • 2019: Ausgezeichnet wird das Projekt „Steine ins Rollen bringen“ der Martin-Buber-Schule in Gießen.

  • 2019: Ausgzeichnet wird das Ausstellungsprojekt „Vertreibungen ins Exil - Hintergründe zur ersten Ausbürgerungsliste der Nationalsozialisten vom August 1933“ der Heinrich-Böll-Schule Hattersheim.

  • 2018: Ausgezeichnet wird das App-Projekt "Nur gemeinsam geht Erinnern-Begegnen-Respektieren" der Joseph-Carlebach-Stadtteilschule aus Hamburg

  • 2018: Ausgezeichnet wird das Forschungsprojekt "Die Sinti in Braunschweig, gestern, heute und morgen" der Nibelungen-Realschule Braunschweig Niedersachsen

  • 2018: Ausgezeichnet wird das Themenheft der Schüler*innen-Zeitung "NEVER AGAIN! - Nie wieder!" der Oberschule "An der Mulde" in Rochlitz, Sachsen

  • 2017: Ausgezeichnet wird das Projekt "Moving Sculptures" von Schüler*innen der Carl-Bosch-Oberschule Berlin

  • 2017: Ausgezeichnet wird das Projekt "Sog nit kejnmol" von Schüler*innen des Gottfried-Keller-Gymnasiums in Berlin

  • 2016: Ausgezeichnet wird das Projekt "Archiv-AG" von Schüler*innen des Hermann-Ehlers-Gymnasiums in Berlin

  • 2016: Ausgezeichnet wird das HipHop-Projekt "Human Family" des Georg-Büchner-Gymnasiums Berlin

  • 2016: Ausgezeichnet wird das Projekt "Denk-mal an jüdische Bürger" der Löcknitz-Grundschule in Berlin Schöneberg

  • 2015: Ausgezeichnet wird das App-Projekt der Staatlichen Ballettschule Berlin und Schule für Artistik

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